Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2018/6: Vorlage zum Zahlungsrahmen Nationalstrassen 2020-2023 für den Betrieb und den Unterhalt sowie den Ausbau im Sinne von Anpassungen und zu den grösseren Vorhaben im Nationalstrassennetz sowie zum Ausbauschritt 2019 für die Nationalstrassen mit dem dazugehörenden Verpflichtungskredit · 101 Seiten
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Prozessschritt Erläuterungen
Planung wird einmal pro Jahr überarbeitet und dem aktuellen Stand des Wissens angepasst.
Projektgenerierung Mit der Projektgenerierung wird formell ein Projektantrag formuliert. Die nötigen Unterlagen werden im entsprechenden Projektgenerierungsbericht zusammengestellt. Die Projektidee wird zu einem Projekt.
Projektierung In dieser Phase werden die Plangrundlagen für die Realisierung erstellt. Das Projekt durchläuft den Genehmigungsprozess.
Realisierung Das Projekt wird realisiert.
Umsetzung der Unterhaltsmassnahmen
Angesichts der hohen Belastung des Nationalstrassennetzes besteht das Grundprinzip der UPlaNS-Strategie darin, die Zahl der Baustellen und die Verkehrsbehinderungen auf den Nationalstrassen durch die Festlegung von Erhaltungsabschnitten zu verringern. So wird insbesondere auch den volkswirtschaftlichen Kosten von Staus Rechnung getragen. Für jeden Abschnitt werden sämtliche verkehrsbehindernden Arbeiten zur Sanierung und zum Ausbau der Strasse sowie zur Erfüllung aktueller Normen für Fahrstreifen, Kunstbauten und BSA in einem Projekt zusammengefasst. Die Arbeiten auf dem betroffenen Abschnitt können somit gleichzeitig ausgeführt werden, und die Verkehrsbehinderungen werden räumlich und zeitlich konzentriert.
Die wichtigsten Vorgaben sind:
− Definition grosser Erhaltungsabschnitte (maximale Länge von 15 km mit einer
rollenden Baustellenlänge, resp. einer maximalen Strecke mit Behinderungen von 3 bis 5 km);
− Während der nächsten 15 Jahre keine Bauarbeiten mehr auf dem betroffenen
Abschnitt notwendig;
− Distanz von mindestens 30 km zwischen Grossbaustellen;
− Planung und Durchführung der Arbeiten mit dem Ziel, die Dauer der Baustel-
len und Verkehrsbehinderungen auf ein Minimum zu beschränken;
− Sperrung von Fahrstreifen nur während der Randzeiten;
− Einrichtungen von Anreizsystemen, welche die Unternehmen zu einer Be-
schleunigung der Arbeiten bewegen, wie z.B. Bonus/Malus-Systeme auf Grundlage der Arbeitsdauer;
− Vermeidung von Verkehrsverlagerungen auf das untergeordnete Netz («die
Nationalstrassen helfen sich selbst»).
Die Konzentration der Arbeiten bringt es hingegen mit sich, dass nicht immer alle Anlageteile zum optimalen Zeitpunkt instandgesetzt werden können. Die Lebensdauer der Anlageteile der Nationalstrassen ist unterschiedlich. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass ein Unterhaltsoptimum erreicht werden kann, wenn im Durchschnitt alle 15 Jahre Unterhaltsarbeiten durchgeführt werden, was etwa der Lebensdauer der kurzlebigsten Teile (Deckbeläge und BSA) entspricht. Konsequenterweise sollte die Lebensdauer der übrigen Teile ein Vielfaches dieses Werts betragen, um