Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2019/32: Erläuternder Bericht zur internationalen Zusammenarbeit 2021-2024 · 51 Seiten
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Tabelle 1: Schwerpunktländer der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit (EDA und WBF)
Regionen Schwerpunktländer Schwerpunktländer vor dem Ausstieg
(bis Ende 2024)
Nordafrika und Ägypten**, Besetztes Palästinensisches Gebiet,
Mittlerer Osten Kontext Syrienkrise (derzeit im Libanon und in
Jordanien), Tunesien**
Subsahara- Benin, Burkina Faso, Burundi, Demokratische Eswatini (Swasiland)***,
Afrika Republik Kongo (Kivu), Ghana*, Mali, Mosambik, Lesotho***, Malawi***,
Niger, Ruanda, Kontext Somaliakrise (derzeit von Sambia***
Kenia und Äthiopien aus), Südafrika*, Tansania,
Tschad, Simbabwe
Zentral-, Süd- und Afghanistan, Bangladesch, Kambodscha, Mongolei, Pakistan (2019) Südostasien Kirgisistan**, Indonesien*, Laos, Myanmar, Nepal,
Tadschikistan**, Usbekistan, Vietnam*
Osteuropa Albanien**, Armenien, Bosnien und Herzegowina, Aserbaidschan
Georgien, Kosovo, Moldova, Nordmazedonien,
Serbien**, Ukraine**
Lateinamerika Kolumbien*, Peru* Bolivien, Haiti, Honduras, und Karibik Kuba, Nicaragua
Total 40 Länder: 34 EDA (DEZA) und 13 WBF (SECO), 12 Länder EDA
davon 7 gemeinsame Länder (Anhang 4)
* 6 Länder der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit ausschliesslich des WBF (SECO)
** 7 Länder der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit EDA (DEZA) und WBF (SECO) gemeinsam *** Länder ohne ständige Präsenz der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz
Punktuelle Engagements des EDA ausserhalb der Schwerpunktländer
Mindestens 90 Prozent der geografischen Verpflichtungen in der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit des EDA erfolgen in dessen Schwerpunktländern (Tabelle 1). Die restlichen Mittel (bis zu 10 %) können für regionale Programme und kurz- oder mittelfristige punktuelle Aktionen in anderen Ländern innerhalb der vier Schwerpunktregionen eingesetzt werden. Dadurch kann die DEZA in den folgenden Fällen flexibel auf Chancen ausserhalb der Schwerpunktländer reagieren:
1) Strategische Verknüpfung mit Migrationspolitik (im Zeitraum 2021–2024 sind 60 Millionen Franken
reserviert für Projekte in Ländern, die in Abstimmung mit der IMZ-Struktur ausgewählt werden, insbesondere unter Berücksichtigung von Vorschlägen des Staatssekretariats für Migration);
2) Unterstützung regionaler oder grenzüberschreitender Dynamiken, die beispielsweise eine gezielte
Einflussnahme auf die Rahmenbedingungen der betroffenen Länder oder auf die internationale Politik ermöglichen;
3) Förderung innovativer Partnerschaften mit dem Privatsektor;
4) Ergreifen von Chancen, die den Kompetenzen und Prioritäten der Schweiz entsprechen und von
einer Schweizer Botschaft vor Ort, einem Bundesamt oder einer schweizerischen NGO identifiziert wurden, beispielsweise zur Unterstützung einer reformbereiten Regierung auf dem Weg zur Demokratie; sowie
5) Ergänzung der humanitären Hilfe der Schweiz durch längerfristige Programme und Ansätze
(Nexus).
Wirtschafts- und Handelsmassnahmen des SECO (WBF)
Dank ihrer wirtschafts- und handelspolitischen Expertise unterstützt die Schweiz andere Länder bei der Gestaltung des wirtschaftlichen Strukturwandels sowie bei der Entwicklung von Märkten und des Privatsektors. Die Schweiz stärkt die Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit von Entwicklungsländern und schafft so menschenwürdige Arbeitsplätze sowie Einkommensmöglichkeiten für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Sie trägt in ihren Schwerpunktländern langfristig zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum und zu gesellschaftlichem Wohlstand bei. Die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz verfolgt einen zweigliedrigen Ansatz: Einerseits fördert sie die Schaffung und Stärkung zuverlässiger Rahmenbedingungen auf internationaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene, andererseits unterstützt sie innovative privatwirtschaftliche Initiativen.65
65 www.seco-cooperation.admin.ch > Strategie > Strategische Ausrichtung 2021–2024 > Storyline WE 2021–2024 Erläuternder Bericht zur internationalen Zusammenarbeit 2021–2024 (02.05.2019)