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Vernehmlassung 2019/42: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2021-2024 (Kulturbotschaft) · 72 Seiten
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nalen Netzwerken und Märkten besser positionieren können und von Veranstaltern im In- und Ausland stärker wahrgenommen werden, setzt die Stiftung Massnahmen zur internationalen Promotion um und finanziert verschiedene Schweizer Länderauftritte.
– Thematische Initiativen: Mit spezifischen Förder- und Rechercheprogrammen trägt Pro Helvetia dazu bei, wesentliche Entwicklungen und Herausforderungen in der Kulturförderung zu identifizieren und entsprechende Massnahmen zu entwickeln sowie Impulse und Raum für Innovation zu schaffen.
– Kunstvermittlung: Die Stiftung unterst ü tzt innovative Vorhaben mit Modellcharakter, die dem Publikum die Auseinandersetzung mit künstlerischen Werken und Prozessen näherbringen und zu einer eigenständigen, kritischen Auseinandersetzung mit den K ü nsten führen.
1.2.3 Schweizerische Nationalbibliothek
Mitarbeitende (Ende 2018): 143,7 Vollzeitstellen
Jahresbudget (Voranschlag 2019): 35,7 Millionen Franken
Die NB wurde 1895 gegründet. Sie ist eine Institution des BAK und wird seit Einführung des Neuen Führungsmodells Bund (NFB) mittels Ziel- und Ressourcenvereinbarung (ZRV) als dritte Leistungsgruppe des BAK geführt.
Die NB sammelt, erschliesst, erhält und vermittelt analoge und digitale Informationen, die einen Bezug zur Schweiz haben. Die Grundlage für ihre Tätigkeit bildet das Nationalbibliotheksgesetz vom 18. Dezember 19928 (NBibG). Die NB stellt sicher, dass die schweizerischen Publikationen der nationalen und internationalen Forschung zur Verfügung stehen und langfristig erhalten bleiben und trägt damit zusammen mit weiteren Institutionen zum Gedächtnis der Schweiz bei. Sie arbeitet eng mit den Kantons- und Universitätsbibliotheken in der Schweiz zusammen, im Ausland insbesondere mit den europäischen Nationalbibliotheken. Die NB ist eine öffentliche Bibliothek und damit allen Personen ohne Einschränkung zugänglich.
Sammlungen
Die Sammlungen der NB umfassen über fünf Millionen Dokumente. Die grösste Sammlung ist die Helvetica-Sammlung, die aus rund 4 Millionen schweizerischen Publikationen besteht, überwiegend in gedruckter Form. Die NB verfügt über weitere wichtige Sammlungen (namentlich Schweizerisches Literaturarchiv, Graphische Sammlung, Centre Dürrenmatt Neuchâtel und Schweizerische Nationalphonothek).
Seit 2001 sammelt die NB neben gedruckten Publikationen auch Dokumente, die lediglich in digitaler Form im Internet oder auf Trägermedien publiziert sind. Bei der digitalen Langzeitarchivierung hat die NB im Bereich der Webseiten und der Tondokumente in der Schweiz eine anerkannte Führungsrolle übernommen.
Nutzung
Die NB steht allen Personen während den Arbeitstagen vor Ort offen, ihre Kataloge können durchgehend online konsultiert werden. Soweit urheberrechtlich möglich, veröffentlicht die NB Text- und Bilddokumente auf verschiedenen gut frequentierten Plattformen und erhöht dadurch die Sichtbarkeit ihrer Sammlungen. Urheberrechtlich geschützte Tondokumente können an 56 audiovisuellen Arbeitsplätzen in der ganzen Schweiz konsultiert werden. Die Hauptnutzerinnen und -nutzer der NB sind Studierende und Forschende der Geschichts-, Literatur- und Kunstwissenschaft.
Das Schweizerische Literaturarchiv erschliesst und erforscht ausgewählte Bestände in Kooperation mit Partnerinstitutionen. Die Inventare werden online gestellt und die Forschungsergebnisse publiziert.
Die NB organisiert regelmässig Ausstellungen und Veranstaltungen zu aktuellen Fragen im Kontext mit ihren Sammlungen.
1.2.4 Schweizerisches Nationalmuseum
Mitarbeitende (Ende 2018): 184,9 Vollzeitstellen
Bundesbeiträge (Voranschlag 2019): 30,6 Millionen Franken
Die historisch und kulturhistorisch ausgerichteten Museen des Bundes – das Landesmuseum Zürich, das Château de Prangins, das Forum Schweizer Geschichte Schwyz – sowie das zugehörige Sammlungszentrum in Affoltern am Albis bilden die Museumsgruppe des SNM. Das SNM ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die als dezentrale Einheit dem EDI angegliedert ist. Sie hat gemäss den Artikeln 4 und 7 des Museums- und Sammlungsgesetzes vom 12. Juni 20099 (MSG) den Auftrag, die Geschichte der Schweiz darzustellen, sich mit der vielfältigen Identität der Schweiz auseinanderzusetzen und ein Kompetenzort zu sein für die Konservierung, Konservierungsforschung sowie die Sammlungs- beziehungsweise Depotlogistik.
Betrieb
In den Museen des SNM arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Berufszweigen, die neben dem Ausstellungs- und Sammlungswesen auch in den Bereichen Aufsicht, Bau, Bibliothek, Verkauf, Finanzen, Informatik, Recht, Marketing, Kommunikation, Personal, Reinigung, Technik, Veranstaltungen oder Vermittlung beschäftigt sind. Das SNM bietet auch Ausbildungsplätze für Lernende in verschiedenen Berufen an. Ebenso erhalten Praktikantinnen und Praktikanten die Möglichkeit, durch ihre Mitarbeit bei Ausstellungs- und Sammlungsprojekten einen Einblick in die Museumsarbeit zu gewinnen.
Sammlung
Das Sammlungszentrum in Affoltern am Albis hat sich seit der Eröffnung 2007 etabliert und gilt heute als Referenz in Sachen Objektaufbewahrung, Objektmanagement und Objekterhaltung. Es beherbergt mit rund 860 000 Objekten von der Urgeschichte bis in die Gegenwart die grösste kulturhistorische Sammlung der Schweiz. An zwei Standorten, auf einer Fläche von insgesamt rund 25 000 m2, befinden sich Depots, Werkstätten und Labors für die Aufbewahrung, Konservierung und Restaurierung der Sammlung. In der Periode 2021–2024 ist die Zusammenlegung der aktuell zwei Standorte des Sammlungszentrums vorgesehen, wodurch die Sammlungsbewirtschaftung effizienter gestaltet werden kann. Die Sammlungen bilden den Ausgangspunkt der Forschungs- und Ausstellungstätigkeit des SNM. Entscheidungsgrundlage für Neuzugänge ist ein jährlich aktualisiertes Sammlungskonzept.