Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2020/27: Revision der Stromversorgungsverordnung (Art. 8a) · 12 Seiten
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Aktenzeichen: BFE-011.0-1/13/7
Normierung werde jeder Datenaustausch zu einem kostspieligen Einzelprojekt, das sich nur in wenigen Fällen lohne.
Swissolar vertritt die Auffassung, dass eine kundenfreundliche, einheitliche Schnittstelle am Smart Meter viel wichtiger und volkswirtschaftlich sinnvoller wäre. Dies sei eine ökonomische Voraussetzung, damit sich ein signifikanter Markt mit nützlichen Innovationen entwickeln könne. Nebst dem
unentgeltlichen Zugang zu den eigenen Daten solle auch die «Offenheit» und Interoperabilität dieser Schnittstelle klarer geregelt werden.
2.2.9 Forderung bzw. Erwähnung des nationalen Datahubs als Lösung für die Bereitstellung von Messdaten
IGEB Schweiz, IG Detailhandel, GGS, VSE, EWZ, CKW, WWZ, EWS, EWA, Steiner Energie AG, VAS, FRC, Swisseldex sowie Grünliberale fordern die Schaffung eines nationalen Datahubs als globale Lösung für die Bereitstellung der Messdaten.
Die FRC äussert jedoch Bedenken in Bezug auf den Schutz der im nationalen Datenzentrum
(Datahub) gespeicherten Daten und fordert das BFE auf, zusätzliche Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit des Datahubs vorzuschlagen.
2.2.10 Verschiedene spezifische Stellungnahmen
‒ BKW und VAS bemängeln das Fehlen einer Kosten-Nutzen-Abwägung im Rahmen dieser
Verordnungsrevision.
‒ Die Grünliberalen und die Liberalen fordern eine Trennung von Mess- und Netzkosten, da die in
der StromVV-Revision vorgesehene Abwicklung über die Netzkosten eine Marktverzerrung zur Folge habe. Schon heute würden VNB ihre Messkosten zum Teil nicht transparent ausweisen und diverse Kosten über die Netzkosten abwälzen. Dies führe zu einer Verzerrung der Kosten und zu Intransparenz in den Werteflüssen. Diese Marktverzerrung spiele insbesondere gegenüber den von den VNB unabhängigen Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV) eine Rolle und benachteilige diese. Die Grünliberalen fordern eine strikte Trennung von Mess- und Netzkosten, da dies zu mehr Transparenz und Kosteneffizienz führe. Diese Trennung könne über eine
Liberalisierung des Messwesens erreicht werden, was die Grünliberalen seit Langem forderten.
‒ Die Stadt Genf beantragt eine Revision des StromVG (Art. 15).
‒ Die Grünliberalen machen geltend, die Anforderungen für Zusammenschlüsse für den
Eigenverbrauch (ZEV) seien nicht klar. Sie fordern, dass die Präzisierungen in der StromVV gleichermassen für ZEV-Teilnehmende gelten sollten. Ebenfalls im Zusammenhang mit den ZEV weist der VWSV darauf hin, dass der VNB im Falle eines einzigen Zugangspunktes nicht in der Lage wäre, die Verbrauchsdaten für jeden Haushalt einzeln verfügbar zu machen.
‒ Der Kanton LU fordert eine Bereitstellung der Daten in anonymisierter Form.
‒ Ökostrom Schweiz fordert, den Verbrauchern und Produzenten eine bidirektionale Kommunikation
zur Verfügung zu stellen, damit bei der Steuerung von dezentralen Anlagen auf teure
Zusatzhardware verzichtet werden kann. Dies würde den Ausbau der erneuerbaren
Energieproduktion stark begünstigen. Die Ansteuerung solle genauso wie die Messdaten dem Verbraucher und dem Produzenten gehören und von ihm selber oder in Zusammenarbeit mit Drittparteien eingesetzt werden können.
‒ swissmig schlägt im Sinne einer einheitlichen Terminologie vor, durchgehend den Begriff
«intelligentes Messgerät» (iMG) zu verwenden und nicht den Begriff «elektronischer Zähler».
‒ Die SIA beantragt eine feinere Granularität der Lastgangwerte, nämlich 1-Minuten-Werte anstatt
15-Minuten-Werte.
‒ Der Kanton VD empfiehlt, die praktischen Auswirkungen auf die Mietverträge zu untersuchen,
denn ein Mieter habe nur sehr wenige Möglichkeiten, die Energieeffizienz der gemieteten Sache positiv zu beeinflussen.
‒ Der Kanton TI fordert die Einführung eines landesweiten und angemessenen Tarifs für sämtliche
Abrufe von Messdaten der intelligenten Zähler, um so die Zahl der Abrufe zu senken.
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