Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2022/43: Bericht zum Stand der Ausbauprogramme für die Bahninfrastruktur mit Änderungen an den Bundesbeschlüssen und zur Perspektive BAHN 2050 · 98 Seiten

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Deutsche Bahn Angebotsausbau Hochrheinstrecke Basel Badischer Bahnhof– Schaffhausen–Singen

Mit dem Ausbau und der Elektrifizierung der deutschen Hochrheinstrecke wird der Halbstundentakt IRE Basel Badischer Bahnhof – Schaffhausen – Singen ermöglicht (Inbetriebnahme Ende 2027 vorgesehen). Durch Anpassung des Angebotskonzepts in Baden-Württemberg kann stündlich ein IRE nach Konstanz/St.Gallen durchgebunden werden. Mit den Massnahmen auf der deutschen Hochrheinstrecke profitiert zusätzlich die zukünftige S-Bahn Basel Badischer Bahnhof – Waldshut, welche halbstündlich bis Koblenz (AG) verlängert werden kann. Die Mitfinanzierung der Ausbau- und Elektrifizierungsmassnahmen ist in Verhandlung.

Nach Fertigstellung der geplanten Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn (Radolfzell – Friedrichshafen) soll zudem wieder die stündliche IRE Durchbindung nach Ulm angeboten werden.

f. Verschiedene Einzelinvestitionen

Unter dieser Rubrik besteht die Möglichkeit, weitere kleine Ausbauten zu realisieren, welche sich für das Angebot AS 2035 erforderlich erweisen. Es wurden in diesem Sinn folgende Infrastrukturausbauten ausgelöst:

- Olten Hammer, Spurwechsel 12/13 (SBB): die Projektierungen laufen; die Inbetriebnahme ist 2030 vorgesehen.

- Münsterlingen-Scherzingen, 2. Perronkante (SBB): die Planungen werden 2025 aufgenommen; die Inbetriebnahme ist 2032 vorgesehen.

g. Planungsarbeiten für den nächsten Ausbauschritt: Langfristperspektive, Planungen und Vorstudien

Im Rahmen der Planungsarbeiten für den nächsten Ausbauschritt wurden mehrere Studien eingeleitet. Zudem werden mehrere Projektierungen fortgeführt, welche bereits im Rahmen des Ausbauschrittes 2025 begonnen wurden. Nachfolgend die wichtigsten Massnahmen, insbesondere derjenigen, welche im Artikel 1 Ziffer 3 des Bundesbeschlusses namentlich erwähnt sind.

Aarau–Zürich (Direktverbindung): Kapazitätsausbau

Die Projektierung der Direktverbindung Aarau–Zürich wurde im Rahmen des Ausbauschrittes 2025 begonnen. Die Konzeptstudie wurde Mitte 2020 mit Empfehlungen für die weitere Bearbeitung abgeschlossen (vgl. Anhang 2, Buchstabe p).

Die nun folgende Vorstudie wird im Rahmen des Ausbauschritts 2035 ausgelöst und finanziert werden.

Lausanne–Bern: Beschleunigung und Kapazitätsausbau

Es wurde eine Studie zur Festlegung einer langfristigen Vision für die Bahnachse Lausanne–Bern durchgeführt, welche im Einklang mit den Grundsätzen der Raumentwicklung des Bundes und der Kantone steht und es ermöglichen soll:

• durch eine etappenweise Verdoppelung der Spuren die Kapazität der Strecke zu

erhöhen;

• die Fahrzeit so zu verkürzen, dass der Bahnverkehr gegenüber dem Strassenver-

kehr konkurrenzfähig ist;

• die Zuverlässigkeit des Eisenbahnsystems auf dieser Achse zu gewährleisten.