Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2024/61: Verpflichtungskredit für die Abgeltung von Leistungen des regionalen Personenverkehrs (RPV) für die Jahre 2026–2028 · 38 Seiten

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Abbildung 6: Entwicklung der Abgeltungen pro Personenkilometer seit 2012 (Quelle: BAV)

Als Folge der veränderten Ertrags- und Nachfrageprognosen im Nachgang zur Coronavirus-Pandemie erhöhen sich die Abgeltungen pro Pkm für das Jahr 2022 stark. Im Jahr 2023 hat die Effizienz wieder zugenommen und wird sich nach den provisorischen Zahlen 2024 weiter verbessern; dennoch wird sie das Vorkrisenniveau noch nicht erreichen (vorläufige Zahl: Fr. 0.221 pro Pkm für 2024, Stand April 2024).

Werden die Kosten auf das Gesamtangebot an produktiven Kilometern heruntergerechnet, stellt man fest, dass sie ungeachtet der grossen Investitionen der letzten Jahre (insbesondere für die Erneuerung oder Erweiterung der Betriebsmittel) in einer relativ kontrollierten Art und Weise steigen. In den elf Jahren zwischen 2012 und 2023 sind die Kosten pro Kilometer um 7 Prozent gestiegen, was einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 0,6 Prozent entspricht.

Auf der Grundlage der für das Jahr 2023 geplanten Kosten für alle Linien des RPV betragen die Vollkosten pro Kilometer Fr. 13.40. Damit sind sie im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent gestiegen, wobei die zum Zeitpunkt der Erstellung der Offerten bestehenden Unsicherheiten und der generelle Anstieg der Preise zu berücksichtigen sind. Die provisorischen Kennzahlen für 2024 zeigen, dass die Kosten pro Kilometer weiter im Steigen begriffen sind (Fr. 13.80 pro km, also +2,5 % gegenüber 2023). In einem Umfeld, das von Teuerung, sich entwickelnden Normen oder Rechtsgrundlagen sowie von erheblichen getätigten oder noch zu tätigenden Investitionen (Erneuerung von Rollmaterial, Dekarbonisierung im Busbereich usw.) geprägt ist, stellt die Bewältigung der Kosten eine Herausforderung für die ganze Branche dar.