Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2025/121: Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz – Grundsatz- und Planungsbeschluss · 40 Seiten
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dezentral in allen vier Sprachregionen der Schweiz stattfinden. Die bestehenden Infrastrukturen werden genutzt, es sollen keine neuen, festen Bauten erstellt werden.
Die Olympischen Winterspiele sollen in voraussichtlich 14 Gemeinden in 10 Kantonen ausgetragen werden. Die Austragungsorte sind überwiegend drei «Clustern» zugeteilt. Die geografische Nähe der Austragungsorte in den jeweiligen Clustern gewährleistet, dass ein Gemeinschaftserlebnis für Athletinnen, Athleten und Zuschauende entstehen kann:
− Cluster «West»: Genf (Curling, Speed Skating), Lausanne (Eiskunstlauf, Short Track)
− Cluster «Zentral»: Zürich, Zug (Eishockey), Engelberg (Skilanglauf, Skispringen,
nordische Kombination)
− Cluster «Ost»: St. Moritz, Silvaplana, Lenzerheide (Freestyle, Snowboard, Biathlon, Bob, Skeleton, Rodeln)
− Einzelstandorte: Crans-Montana (Alpine Skirennen), Lugano (Eishockey)
Auch für die Austragung der Paralympischen Winterspiele sollen bestehende Infrastrukturen genutzt werden. Sie finden rund drei Wochen nach Beendigung der Olympischen Winterspiele statt. Die besonderen Bedürfnisse hinsichtlich Barrierefreiheit und Transport werden berücksichtigt. Aufgrund der geringeren Anzahl an Disziplinen, Teilnehmenden und Wettkampfstätten ist die Bildung von zwei Clustern vorgesehen:
− Cluster «West» (Eissportarten): Genf (Rollstuhl Curling), Lausanne (Para-Eishockey)
− Cluster «Ost» (Schneesportarten): Lenzerheide (Para Biathlon, Para Langlauf) und St. Moritz (Para Alpine Skirennen)
Die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele ist in Lausanne, die Schlussfeier in Bern geplant. In Bern sollen auch die Eröffnungs- und die Schlusszeremonie der Paralympischen Winterspiele stattfinden. Damit wird eine Brücke zwischen den Sprachregionen wie auch zwischen den Programmen der Olympischen und der Paralympischen Winterspiele geschlagen.
Der Schwerpunkt der Telekommunikations- und Netzwerkarchitektur für die OPWS ist in Genf (Kongresszentrum Palexpo) geplant. Das Internationale Sende- und Übertragungszentrum (International Broadcast Center IBC) und das Pressezentrum (Main Press Centre, MPC) dienen als Zentrale für Live-Produktion und Mediendienste.
Der Verein beabsichtigt, bis Mitte 2026 Zusammenarbeitsvereinbarungen mit den Sportstättenbetreibern in den Austragungsorten abzuschliessen. Deren grundsätzliche Interessensbekundungen liegen vor. Sollten die Vereinbarungen nicht wie geplant abgeschlossen werden können, sieht der Verein vor, das Austragungskonzept anzupassen und auf alternative Anlagenbetreiber und Austragungsorte zuzugehen.