Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2025/121: Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz – Grundsatz- und Planungsbeschluss · 40 Seiten
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3.2.2 Unterbringung
Die Unterbringung der Athletinnen und Athleten und deren Betreuerinnen und Betreuer erfolgt gemäss Konzept des Vereins ebenfalls dezentral. Anstelle eines «Olympischen Dorfs» werden Hotels und hotelähnliche Unterkünfte («Housing Centers», z. B. auch Mietwohnungen) in den drei Clustern «West» (Genf/Lausanne), «Zentral» (Luzern) und «Ost» (St. Moritz/Lenzerheide) sowie an den zwei Einzelstandorten (Crans-Montana, Lugano) genutzt. Verpflegungs-, Trainings- und Erholungsangebote werden ergänzend durch temporäre oder bestehende «Hospitality-Zentren» an den entsprechenden Standorten gewährleistet. Die Mitarbeitenden des Organisationskomitees, die Mitarbeitenden und Gäste der internationalen Sportverbände und des IOK sowie Medienschaffende sollen ebenfalls in der Nähe ihrer Einsatzorte untergebracht werden. Die Hotelleriebranche hat ihre Unterstützung bei der Sicherstellung der erforderlichen Unterkunftskapazitäten zugesichert. Der Verein geht von einem Bedarf von 24'000 Zimmern für die Olympischen und von 9'200 Zimmern für die Paralympischen Winterspiele aus. Zusätzlich werden geeignete Unterkünfte für die Polizeikräfte und weiteres Sicherheitspersonal zur Verfügung stehen müssen. Die Koordination der Bedarfsabklärungen und der Zusicherungen der Verfügbarkeiten erfolgt durch lokale Tourismusorganisationen. Die öffentlich-rechtliche Körperschaft Schweiz Tourismus agiert derzeit als Koordinatorin auf nationaler Ebene.
Die Sicherstellung eines quantitativ und qualitativ bedarfsgerechten Unterbringungsangebots für alle Zielgruppen der OPWS stellt eine Herausforderung im weiteren Verlauf des Projekts dar. Die Auswirkungen auf den Tourismus insgesamt in den betreffenden Regionen und der ganzen Schweiz werden derzeit vom Verein analysiert.
3.2.3 Verkehr und Transport
Das Verkehrs- und Transportkonzept des Vereins setzt auf das bestehende, leistungsfähige öffentliche Verkehrsnetz und die Kapazitäten der öffentlichen Verkehrsmittel. Es ist vorgesehen, dass Athletinnen und Athleten, Betreuende und die Funktionärinnen und Funktionäre der internationalen Sportverbände und des IOK primär mit emissionsfreien Fahrzeugen transportiert werden, ergänzt durch Transporte mit der Bahn. Zuschauerinnen und Zuschauer sollen möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen. Der Verein plant, die Tickets für den Besuch von Wettkämpfen und für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zur An- und Abreise zu verknüpfen und zu einem attraktiven Preis anzubieten. Für eine entsprechende Planung und Kostenberechnung wurden die SBB, Postauto und die regionalen Transportunternehmen eingebunden. Für den Transport der Mitarbeitenden der Trägerorganisation, freiwillig Helfende und die Medienschaffenden sollen spezifische Transportkapazitäten in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung gestellt werden. Temporäre Zusatzangebote (z. B. Shuttlebusse, Reservefahrzeuge) werden Spitzenlasten abdecken. Es sollen keine neue Verkehrsinfrastrukturen für die Austragung der OPWS erstellt werden müssen. Die Umsetzung dieses Verkehrs- und Transportkonzepts bedingt, dass die Zuschauerkapazitäten an den Wettkampfstätten der Leistungsfähigkeit des Transportsystems angepasst werden können. Diese Flexibilität wird im Rahmen der vom IOK mit der Agenda 2020 respektive 2020+5 festgelegten Grundsätze gewährleistet. Negative Auswirkungen auf den regulären Verkehr sollen durch eine sorgfältige Planung und intensive Kommunikation minimiert werden.