Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2026/45: Revision des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV 2030) · 158 Seiten

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Einteilung unterliegt auch der Definition des Altersquotienten, der dem Verhältnis der roten zur grünen Gruppe entspricht und regelmässig als grobe Abschätzung für die finanzielle Belastung der AHV zitiert wird.

Im Vergleich zwischen den BFS-Demografie-Szenarien 2025 (orange) und 2020 (vio lett) ist ersichtlich, dass insbesondere bei Männern in einkommensstarken Gruppen eine Zunahme erwartet wird, was primär durch die Migration bedingt ist. Der tiefere projizierte Anstieg der projizierten Lebenserwartung ab dem Alter 65 (ungefähr -0,8 Jahre für Männer und -0,5 Jahre für Frauen bis 2040), die die durchschnittliche Ren tenbezugsdauer annähert, ist innerhalb der roten Gruppe klar erkennbar, wenn auch nur mit mässigen Auswirkungen. Deutlichere Anpassungen nach unten sind bei der blauen Gruppe der 0- bis 19-Jährigen zu sehen, die vor allem durch eine niedrigere Fertilität begründet sind (z. B. -7000 erwartete Geburten im Jahr 2025). Innerhalb des aktuellen Projektionshorizonts des BSV bis 2040 wirken sich diese Änderungen bei der blauen Gruppe allerdings kaum spürbar auf die AHV aus. Die Tabelle unterhalb der Grafik fasst nochmals die wesentlichen Zahlen bezüglich der AHV-Finanzen zusam men.

Die Zahl der potenziellen Beitragszahlenden 2040 wächst im Demografie-Szenario 2025 im Vergleich zu demjenigen aus 2020 um zirka 180 000 Personen an. Diese An passung verstärkt den Effekt der ebenfalls höher angesetzten Erwerbsquoten in Voll zeitäquivalenten (heisst: dem durchschnittlichen Beschäftigungsgrad pro Person) ge mäss den aktualisierten BFS-Erwerbsszenarien, die parallel zu den Demografie-Sze narien erstellt werden.7 Insbesondere bei den Frauen findet hier ein Anstieg statt, und zusammengefasst resultiert ein Mehrwachstum der Inlands-Beschäftigung von zirka +0,2 Prozent im Jahresdurchschnitt zwischen 2025 und 2040 relativ zu den BFS-Sze narien von 2020. Ergänzend unterstellen die ebenfalls aktualisierten Grenzgänger-Sze narien des BFS einen Mehrzugang von jährlich ungefähr 2500 ausländischen Arbeits kräften, die die Beitragszahlungen zusätzlich stützen.8 In Kombination mit der sinken den Zahl voraussichtlicher Rentenbeziehender um zirka 80 000 geht die finanzielle Ba sis der AHV also insgesamt gestärkt hervor.

Als Resultat ist festzuhalten, dass gemäss aktuellen Schätzungen des BSV (Umlage-Szenario «Referenz») und ohne Berücksichtigung der Einführung der 13. AHV-Alters rente ab 2026 die AHV bis 2040 im finanziellen Gleichgewicht verbleiben würde. «Gleichgewicht» ist dabei so zu verstehen, dass der Fondsstand jeweils mindestens 100 Prozent der jährlichen Gesamtausgaben entspricht. Ein wichtiger Grund für das finanzielle Gleichgewicht trotz des temporären demografischen Ungleichgewichts ist, dass das Wachstum der Beitragszahlungen pro Vollzeitstellenäquivalent (VZÄ) das Wachstum der durchschnittlichen Rentenauszahlung überwiegt.

7 Bundesamt für Statistik (BFS) (2025): Szenarien zur Entwicklung der Erwerbsbevölkerung 2025–2055. Neuenburg: Bundesamt für Statistik; ab rufbar unter: www.bfs.admin.ch > Statistiken > Arbeit und Erwerb > Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit > Erwerbsbevölkerung, Erwerbsbeteiligung > Künftige Entwicklung der Erwerbsbevölkerung (Szenarien)

8 Bundesamt für Statistik (BFS) (2025): Szenarien zur Entwicklung der ausländischen Grenzgänger/innen 2025–2055. Neuenburg: Bundesamt für Statistik; abrufbar unter: www.bfs.admin.ch > Statistiken