Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2026/64: Vorlage zur verkehrsträgerübergreifenden Bewältigung der Mobilitätsbedürfnisse: Verkehr ’45 · 147 Seiten

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Abbildung 5 Strategische Netzelemente mit nationaler und regionaler Wirkung im Realisierungshorizont 2045

2.1.7.4 Ergänzende Infrastrukturen für den Angebotsausbau per 2045

Damit das den strategischen Netzelementen zugrundeliegende Angebotsziel mit einem funktionierenden Angebotskonzept 2045 realisiert werden kann, sind Mittel für Ergänzungsmassnahmen wie Weichen, Abstellanlagen oder angepasste Signalisierungen notwendig. In dieser Vorlage wird ein erster Rahmenbetrag von 1,8 Milliarden Franken für bereits weit fortgeschrittene Projekte beantragt (ca. 10 % der Gesamtsumme der strategischen Netzelemente). Der Entscheid über die Auswahl der ergänzenden Infrastrukturen soll zukünftig beim Bundesrat liegen (vgl. Kap. 2.1.9)

Der zukünftige Bedarf wird bis zur Botschaft 2031 ermittelt (vgl. Kap. 2.1.12.1).

2.1.7.5 Digitalisierung

Die Digitalisierung des Schweizer Eisenbahnnetzes ist entscheidend für zukünftige Kapazitätssteigerungen. Zentral dabei ist die Umsetzung des «European Rail Traffic Management Systems» (ERTMS) und insbesondere die Einführung der Führerstandsignalisierung (FSS) gemäss dem «European Train Control System Level 2» (ETCS L2), die in der entsprechenden Strategie des BAV beschrieben sind. Mit der FSS erhält das Lokpersonal alle relevanten Informationen in Echtzeit direkt im Führerstand, was eine präzisere Zugsteuerung, eine weitergehende Automatisierung und kürzere Zugfolgezeiten ermöglicht. Die Digitalisierung ermöglicht, dass mehr Züge auf der gleichen Infrastruktur verkehren können. Dadurch steigt die Kapazität und es kann auf Ausbauten verzichtet werden. Zum Beispiel kann zwischen Yverdon-les-Bains und Boudry dank der FSS auf einen aufwändigen Ausbau der herkömmlichen Signalisierung verzichtet