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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages
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Auswirkungen
Strukturverbes- Durch die Differenzierung der einzelbetrieblichen Eintretenskriterien steigt die beserungen triebliche Faktoreffizienz, was sich hinsichtlich Konkurrenzfähigkeit der Landwirt-
schaftsbetriebe positiv auswirkt. Mit den geplanten Anpassungen für Spezialkulturen erhalten die Obst- und Gemüseproduzenten gleich lange Spiesse gegenüber der EU. Die Projekte zur regionalen Entwicklung und die gemeinschaftliche Energiegewinnung aus Biomasse erweitern die Wertschöpfungsmöglichkeiten der Landwirtschaft.
Forschung und Die fachliche Begleitung von Initiativen der beteiligten Interessengruppen erhöht Beratung die Chancen für die angestrebte höhere Wertschöpfung oder Lebensqualität in
einer Region.
Boden- und Nach einer Einschätzung aufgrund der AGIS-Daten erreichen von 56 600 Betrie-Pachtrecht ben, die Direktzahlungen erhalten, 44 160 die Grenze nach Artikel 7 BGBB. Bei
einer Erhöhung auf 1,25 SAK, wäre dies noch bei zirka 31 850 Betrieben der Fall. Dies bedeutet, dass bei den verbleibenden 12 310 Betrieben, die die Grenze nicht mehr erreichen, die potenziellen Nachfolger gemäss öffentlichem Recht keinen Anspruch auf eine Übernahme zum Ertragswert mehr haben werden. Diese Auswirkung wird sich über den Zeitraum einer Generation, das heisst über 20 bis 30 Jahre verteilen. Dabei ist zu beachten, dass ein Teil dieser Betriebe auch bei gleich bleibender Gewerbegrenze nicht weitergeführt würde. Insgesamt wird die Mobilität des Bodens erhöht, was den Strukturwandel in der Landwirtschaft fördert und das Potenzial der verbleibenden Betriebe zur Senkung der Produktionskosten verbessert.
Familienzulagen Mit der Aufhebung der Einkommensgrenze können künftig alle Bauernfamilien
Familienzulagen beanspruchen. Zudem werden die Leistungen sowohl für die selbständigen Landwirte als auch für die landwirtschaftlichen Arbeitnehmer verbessert. Das bewirkt einen besseren Ausgleich der Kinderkosten der landwirtschaftlichen Bevölkerung und trägt verstärkt an die zusätzlichen Kosten bei, die für die Ausbildung der Kinder anfallen.
Lebensmittelge- Vom Erreichen der Äquivalenz im Bereich der Lebensmittel tierischer Herkunft setz wird ein Impuls für die Wirtschaft erwartet. Durch den Abbau der Kontrollen an
der Grenze werden sowohl die damit verbundenen Kosten wie auch der administrative Aufwand wegfallen. Dies wird einerseits zu einer besseren Wettbewerbsfähigkeit der zu exportierenden Lebensmittel führen, anderseits aber auch ermöglichen, zu günstigeren Kosten zu importieren. Der Konkurrenzdruck auf dem schweizerischen Markt wird dadurch zwar zunehmen, doch dürfte dies auch zu einer Senkung des Preisniveaus und damit auch zu einer Steigerung der Nachfrage nach Lebensmitteln tierischer Herkunft führen.
Kostensenkung Die Kostendifferenzen bei Vorleistungen und Abschreibungen betragen auf
Grund der festgestellten Preisdifferenzen zwischen der Schweiz und der EU knapp einer Milliarde Franken. Mit dem Abbau von Vorschriften lassen sich höchstens 10 Prozent dieser Differenz reduzieren. Aufgrund der Transparenz und des Bewusstseins, die mit den vorliegenden Untersuchungen über die Preis- und Kostendifferenzen geschaffen wurden, zusammen mit allfälligen Interventionen der Wettbewerbskommission und des Preisüberwachers ergibt sich insgesamt ein Kostensenkungseffekt in der Grössenordnung von 150 bis 200 Millionen Franken.