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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages
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Regulierungsfolgeabschätzung
8.3.2.2 Auswirkungen auf die vor- und nachgelagerten Stufen
Allgemeine wirt- Von der Verteidigung der GUB/GGA auf internationaler Ebene profitieren in hoschaftliche Be- hem Masse auch zahlreiche nichtlandwirtschaftliche Wirtschaftsakteure wie Kästimmungen ser und Affineure. Als wichtiges Glied der Vermarktungskette erhalten die Verar-
beitungs- und Handelsbetriebe mehr Möglichkeiten zur Differenzierung von Qualitätserzeugnissen. Bei der Unterstützung regionaler Projekte ist dem möglichen Wettbewerb mit anderen Betrieben Rechnung zu tragen, die denselben Markt besetzen, jedoch keine Bundeshilfen beziehen.
Milchwirtschaft Mit dem Verzicht auf Ausrichtung von Beihilfen zur Herstellung von Produkten
der weissen Linie wird die Konkurrenz unter den Milchverarbeitern zunehmen. Die bisher durch staatliche Beihilfen und Produzentenbeiträge geförderte Verwertung von Milch zu Butter und Magermilchpulver verliert an Attraktivität. Da mit der Beibehaltung einer reduzierten Verkäsungszulage die Käseproduktion weiterhin gefördert wird, verschiebt sich die Verwertung tendenziell in Richtung Käse. Inwieweit dies geschieht, hängt jedoch auch davon ab, ob es den Unternehmen im ab 2007 liberalisierten Käsemarkt gelingt, die Marktanteile im Inland zu halten bzw. die neuen Absatzchancen für den Käseexport zu nutzen.
Die Versteigerung der Buttereinfuhrkontingente erhöht die Transparenz im Buttermarkt und führt deshalb zu einer Zunahme der Konkurrenz beim Butterimport.
Ackerbau Mit einer Senkung des Grenzschutzes für Brotgetreide und Futtermittel sowie mit
der Versteigerung des Teilzollkontingentes Kartoffeln wird der Wettbewerb in den nachgelagerten Stufen der Verarbeitung und des Handels erhöht.
Obst- und Gemü- Die Aufhebung der Exportbeiträge für Obsterzeugnisse wird zu einer Verringesebau rung der verarbeiteten Mengen führen. Weil die Grösseneffekte für die Wirt-
schaftlichkeit der Mostobstverarbeitung eine massgebende Rolle spielen, werden sich Fusionen, Zusammenarbeitsformen und weitere Betriebsspezialisierungen auch in Zukunft fortsetzen. Die Anzahl Mostobst verarbeitender Betriebe wird zurückgehen.
Der Wettbewerbsdruck wird sich im Sektor verarbeitetes Gemüse und Schnittblumen verstärken, da die Zuteilung der Zollkontingente nicht mehr auf Grund der Inlandleistung, sondern durch Versteigerung erfolgt. Die betreffenden Betriebe werden ihre ganzen Kräfte mobilisieren müssen, um keine Marktanteile zu verlieren.
Strukturver- Die Investitionshilfen haben indirekt (als Folge der verbesserten wirtschaftlichen besserungen Situation der Bauernfamilien) und direkt (durch die Beschaffung von Investitions-
gütern oder durch Bauten) positive Auswirkungen auf die vor- und nachgelagerten Stufen, speziell auf das Gewerbe im ländlichen Raum und insbesondere im Berggebiet. Als Folge der reduzierten Finanzmittel werden diese Effekte allerdings tendenziell abnehmen.
Lebensmittel- Die vorgeschlagenen Anpassungen im Lebensmittelbereich ergänzen das vom gesetz Bundesrat bereits verabschiedete Hygienepaket. Insgesamt sind positive Auswir-
kungen auf die Volkswirtschaft zu erwarten. Die Anerkennung der Äquivalenz der schweizerischen Vorschriften über Lebensmittel tierischer Herkunft durch die EG öffnet den Schweizer Lebensmittelproduzenten einen potenziellen Markt von rund 455 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten. Für innovative Betriebe, die ihre Verpflichtung zur Selbstkontrolle heute schon wahrgenommen und nach den geltenden lebensmittelrechtlichen Bestimmungen produziert haben, ergibt sich dadurch eine vielversprechende Möglichkeit, ihre Geschäftstätigkeit erfolgreich auszubauen.