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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages

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Regulierungsfolgeabschätzung

8.3.3.5 Auswirkungen auf die Umwelt (Ökologie)

Allgemeine wirt- Das Qualitätszeichen „Bergprodukt“ soll eine bessere Differenzierung der Proschaftliche Be- duktionen aus den Berggebieten ermöglichen, die einen Beitrag zur Landschaftsstimmungen pflege und Artenvielfalt in diesen Regionen leisten.

Milchwirtschaft Die Umlagerung der Milchpreisstützung in RGVE-Beiträge für Milchkühe redu-

ziert den Anreiz für Leistungssteigerungen in der Milchproduktion. Obwohl deshalb das Tempo der Zuchtfortschritte tendenziell abnimmt, wird der Tierbestand weiter abnehmen. Die Umlagerung der Milchpreisstützung bewirkt zudem eine stärkere Bindung der Milchproduktion an die betriebseigene Raufuttergrundlage, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt.

Viehwirtschaft Eine ökologisch sinnvolle Verwertung der Schafwolle könnte durch die Strei-

chung der Beiträge erschwert werden.

Ackerbau Tiefere Produzentenpreise führen als Folge des abnehmenden Grenznutzens zu

einem geringeren Einsatz von Produktionsmitteln. Geringere Einsatzmengen von Handelsdüngern und Pflanzenbehandlungsmitteln sind aus ökologischer Sicht erwünscht.

Obst- und Gemü- Die Abschaffung der Exportsubventionen für Obst- und Obstsaftkonzentrat hat sebau zur Folge, dass sich die Bewirtschaftung von Hochstammobstbäumen kaum

mehr lohnt. Das Weiterbestehen der ökologisch und landschaftlich wertvollen Hochstammobstbäume und Obstgärten ist dadurch in Frage gestellt. Mit der Erhöhung des Beitrags für Hochstammobstbäume im Rahmen der Ökoqualitätsverordnung können dort Obstgärten erhalten werden, wo dies von der lokalen Bevölkerung gewünscht wird.

Direktzahlungen Durch die Umlagerung der Milchmarktstützung in einen RGVE-Beitrag auch für

Milchkühe wird die Milchproduktion vermehrt an die betriebseigene Raufuttergrundlage gebunden. Die Pflege der Kulturlandschaft bleibt auch mit einem tieferen Flächenbeitrag gewährleistet. Die Vereinfachungen im Bereich des ökologischen Leistungsnachweises führen zu keiner Senkung des ökologischen Niveaus. Durch den Rückgang des allgemeinen Preisniveaus und die Erhöhung der Beiträge für die wertvollen Elemente des ökologischen Ausgleichs erhöht sich der Anreiz für ökologische Ausgleichsflächen, insbesondere für jene mit hoher ökologischer Qualität. Mit der Unterstützung von Programmen zur nachhaltigen Ressourcennutzung verbessert sich die Ressourceneffizienz und die ökologischen Beeinträchtigungen der Umwelt werden reduziert.

Strukturverbes- Die Unterstützung von gemeinschaftlichen Biogasanlagen mit Investitionshilfen serungen erhöht die Wirtschaftlichkeit der Energiegewinnung aus Biomasse. Dies hat posi-

tive Auswirkungen auf die Umwelt, weil damit die Produktion von erneuerbarer Energie gefördert wird. Im Rahmen der Projekte zur regionalen Entwicklung können auch ökologische Anliegen wie die Instandsetzung von Trockenmauern unterstützt werden, sofern diese einen Bezug zu den wirtschaftlichen Zielsetzungen (Erhöhung der regionalen Wertschöpfung) haben.