Rapport sur les résultats
Consultation 2022/2: Loi fédérale concernant l’infrastructure de données sur la mobilité · 276 pages
Fedlex · Rapport sur les résultats · Page 257Fedlex · Rapport sur les résultats
Référence : BAV-011-11/15/2/1/3/1
Der Nutzen aus der MODI ist insgesamt sehr vielfältig (vgl. Folien 13-15).
Konkret zum Nutzen für die öffentliche Hand (vgl. Folie 14); dieser ist in der Vernehmlassungsvorlage noch zu wenig ausgearbeitet und betont worden. Hier geht es nun darum mögliche Anwendungsfälle aufzuzeigen:
Verkehrsmanagement: Zum Vergleich ein Blick auf Österreich mit seiner Grafenintegrationsplattform und seiner Verkehrsauskunft. Hier war die öffentliche Hand der Treiber für deren Entwicklung und zwar als zentraler Zugangspunkt für Verkehrsinfrastrukturdaten, um diese zu den Anwendern zu bringen. Es geht darum, das Verkehrsmanagement bei Staus, Baustellen und auch für die Rettungsorganisationen zu beeinflussen aber auch um die effiziente Abwicklung des Suchverkehrs zu Parkplätzen und auch zu E-Ladestationen.
Verkehrssicherheit: Die öffentliche Hand kann insbesondere sicherheitsrelevante Informationen (z.B. Rettungsgasse bilden) über eine zentrale Schnittstelle an die NAVI-Hersteller liefern.
Verkehrs- und Raumplanung: Die MODI kann auch als Datenquelle für die Verkehrsplanung dienen und es Verkehrsplanern erlauben Daten für konkrete Auswertungen zu verwenden.
Ergebnis Vernehmlassung (vgl. Folie 16): Das Echo zur Vorlage ist klar positiv. Das ist ein gutes Zeichen. Die Vorlage scheint den Nerv der Zeit zu treffen und einem Bedürfnis zu entsprechen.
Gery Balmer (BAV) erläutert im Weiteren die zentralen Fragestellungen des Akteurgesprächs vom 22.11.2022. Welche technischen und organisatorischen Funktionen soll die NADIM übernehmen? (vgl. Folien 17-20).
Es hat sich gezeigt, dass es absolut zentral ist, auf die Bedürfnisse der Akteure einzugehen. Die Organisation muss diese abholen (vgl. Use Cases), um dann entsprechende Entwicklungen vorzunehmen. Sie muss das Geld dazu haben aber auch das Knowhow und die Ressourcen. Auch um im Notfall auch Daten konsolidieren zu können die für das Gesamtsystem wichtig sind.
Beiträge / Diskussion
Hans Andrea Veraguth (KGK, Kt. GR): Folie 8: Sind auch Daten zu Nutzung / Auslastung der Infrastruktur Teil des Bereichs öffentliche Hand?
Antwort Gery Balmer (BAV) : Oui, Ziel ist es, künftig auch Echtzeitdaten über die Strasse zugänglich zu machen. Die Frage ist, wie man an diese Daten kommt – über öffentliche und allenfalls private Quellen. Das ist noch weiter zu klären. Die Bereiche öffentliche Hand und Marktdaten können letztlich nicht immer klar getrennt werden, das gilt insbesondere im Bereich Echtzeitdaten. Beispiele aus dem Ausland zeigen, dass es da verschiedene Möglichkeiten gibt, z.B. Daten von Speditionsfirmen oder Post. Wenn diese an z.B. an Wochenenden nicht verfügbar sind, kann auch der Zukauf von privaten Daten in Betracht gezogen werden. Es gibt dazu verschiedene Modelle die man entwickeln kann, dafür braucht es eine geeignete Organisation mit den entsprechenden Tools und den nötigen Ressourcen.
Hans Andrea Veraguth (KGK, Kt. GR): Wo ist die Systemgrenze? Daten zur Verfügung stellen bzw. Verkehr lenken? Wie erklären wir der Bevölkerung, dass es durch ereignisbezogene Verkehrslenkung nicht zu mehr Verkehr auf die Quartierstrassen kommt?
Antwort Gery Balmer (BAV): Es gibt zwei Ebenen: Die Behörden bekommen mit der MODI z.B. die Möglichkeit, über ihre Daten die Navi-Hersteller mit konkreten Empfehlungen zu beliefern wo der Verkehr im Ereignisfall / Stau durchgehen soll. Der Navi-Hersteller hat dann die Wahl diese zu nutzen oder nicht. Hinsichtlich unerwünschtem Umfahrungsverkehr: Die Behörden können wie bis anhin z.B. mit Verboten festlegen, dass der Verkehr nicht durch bestimmte Quartiere fliessen soll.
257/276 BAV-D-318B3401/238