Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2005/60: Anhörung zur Ausserkurssetzung der Ein- und Fünfrappenstücke · 10 Seiten

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Ausserkurssetzung der Ein- und Fünfrappenstücke Anhörungsbericht

Die CVP, der Schweizerische Gewerbeverband und der Schweizerische Detaillistenverband machen auf die hohen Umstellungskosten im Detailhandel aufmerksam (Kassensoftware, Wägevorrichtungen etc.). Der heutige Konkurrenzdruck im Detailhandel lasse es nicht zu, diese Kosten auf die Konsumenten abzuwälzen, was die niedrigen Margen im Detailhandel weiter schmälern würde. Im Übrigen weist der Schweizerische Detaillistenverband darauf hin, dass auf fünf Rappen lautende Preise für den Detailhandel von absatzpolitischer Bedeutung seien, weil damit psychologisch wichtige Barrieren bei der Preisbildung berücksichtigt werden können.

Die Post teilt zwar grundsätzlich die Auffassung, dass der Fünfräppler aus volkswirtschaftlicher Sicht ausser Kurs zu setzen sei. Sie lehnt diese Massnahme jedoch mit Hinweis auf die Auswirkungen auf die Briefposttarife (s. Ziff. 3.3) ebenfalls ab.

Demgegenüber unterstützen economiesuisse, die SBB und der Vending Verband Schweiz (VVS) die Ausserkurssetzung des Fünfrappenstückes. Economiesuisse erwartet dabei, dass dem Detailhandel eine genügend lange Übergangsfrist gewährt wird.

Da die Billette des öffentlichen Verkehrs wie auch die Geldwechselgeschäfte bereits heute auf zehn Rappen gerundet werden, ist die Abschaffung für die SBB ohne Probleme umzusetzen. Auch die Automaten der SBB wären von der Abschaffung nicht betroffen. Weil bereits heute Automaten generell keine Fünfrappenstücke akzeptieren, ist auch der Vending Verband Schweiz mit der Abschaffung einverstanden.

Sowohl economiesuisse wie auch die SBB erwarten sich vom Verzicht auf die Fünfrappenstücke Vereinfachungen und damit Einsparungen in der Logistik und der Geldverarbeitung.

Für den Schweizerischen Gemeindeverband und den Schweizerischen Städteverband hat die Ausserkurssetzung keinen Einfluss auf ihre Verwaltungstätigkeiten.

3.2 Auswirkungen auf die Teuerung

Die CVP, die SD, der sgv und insbesondere die Konsumentenorganisationen befürchten, dass die Abschaffung der Fünfrappenstücke zu einem Teuerungsanstieg führt. Sie betonen, dass eine solche Preiserhöhung vor allem Familien trifft, die viele Artikel des täglichen Bedarfes nachfragen. Die Stiftung für Konsumentenschutz gibt weiter zu bedenken, dass künftige Preiserhöhungen in Zehnrappenschritten erfolgen werden, was auch längerfristig mit höheren Teuerungsraten verbunden wäre. Die meisten Privatpersonen teilen in ihren Stellungnahmen die Befürchtung eines Anstiegs der Teuerung.

Hingegen ist economiesuisse der Meinung, dass die Ausserkurssetzung der Münze lediglich zu einem einmaligen, bescheidenen Niveaueffekt bei der Teuerung führt.

3.3 Auswirkungen auf die Briefposttarife

Verschiedene Anhörungsteilnehmer, allen voran die Post, weisen darauf hin, dass die Ausserkurssetzung des Fünfrappenstücks Auswirkungen auf die Briefposttarife haben wird.

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