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Vernehmlassung 2006/110: Systementscheid bei der Ehepaarbesteuerung · 218 Seiten
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Paare mit Kindern P aare o h n e K in d er
36'000
1 53 '000 900'000 8 50'000
Ehepaare E he p aa re Konkubinatspaare K o nk ub inatsp a are
Zusammenfassend kann nach wie vor von einer, wenn auch verlangsamt fortschreitenden, Pluralisierung privater Lebensformen und von einer damit einhergehenden verstärkten Individualisierung gesprochen werden. Bei den Familienhaushalten mit Kindern sind die Ehepaare nach wie vor mit grossem Abstand an erster Stelle zu finden, gefolgt von den Alleinerziehenden mit Kindern und dahinter - nochmals mit deutlichem Abstand - die Konkubinatspaare mit Kindern. Bei den Familienhaushalten ohne Kinder dominieren ebenfalls mit grossem Abstand die Ehepaare, gefolgt von den Konkubinatspaaren. Letztere haben ihren Anteil als erste Form eines Paarhaushalts in den beiden vergangenen Dekaden stark erhöht. Der Zuwachs war sehr stark in der ersten Dekade (1980-1990) und deutlich abgeschwächt zwischen 1990 und 2000.
Aus sozioökonomischer Sicht sind bei den Familien ebenfalls bedeutende Veränderungen feststellbar:
Waren 1990 noch rund 54 % aller Ehepaare mit Kindern traditionell organisiert - bestehend aus minderjährigen Kindern, einem vollzeitlich erwerbstätigen Vater und einer als Erzieherin und Hausfrau wirkenden Ehefrau -, so entsprachen diesem Bild im Jahr 2000 noch 48,5 %.
Die Erwerbsquote stieg von 1990 bis 2000 bei den kinderlosen Frauen zwischen 25 und 45 Jahren nur leicht an (1990: 88,1 %; 2000: 90,8 %). Bei den Frauen im gleichen Alter mit mindestens einem Kind zwischen 0 und 6 Jahren kletterte sie im gleichen Zeitraum indes deutlich von 39,6 % auf 62,2 %. Und sie erhöhte sich von 70,8 % auf 83,3 %, wenn das jüngste Kind zwischen 15 und 20 Jahre alt war.
Ihre Rolle als Mutter, Erzieherin und Hausfrau brachte es mit sich, dass sich früher viele Frauen vorübergehend oder endgültig aus dem Erwerbsleben zurückzogen. Der Anteil der Frauen an der erwerbstätigen Bevölkerung lag folglich deutlich unter jenem der Männer. Gemäss den seit 1970 durchgeführten Volkszählungen ist der durch den Familienzyklus bedingte Tiefstand bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen zwischen 25 und 45 Jahren immer weniger ausgeprägt. Parallel dazu gleichen sich die Erwerbsquoten der Frauen kontinuierlich an jene der Männer an. 65 % der Paarhaushalte - d.h. sowohl Ehe- wie auch Konkubinatspaare - waren denn auch im Jahr 2000 Zweiverdienerpaare und nur 35 % Einverdienerpaare.
Fragt man nach den Gründen für diese Entwicklung, so ist zunächst unbestritten, dass die heutigen Paarhaushalte - mit oder ohne Kinder - auf den Arbeitsverdienst beider Partner stärker angewiesen sind als früher. Dies ist nicht zuletzt auf die steigenden Bedürfnisse der Gesellschaft zurückzuführen. Damit verbunden ist erfahrungsgemäss auch eine Entwicklung zu vermehrter finanzieller