Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2006/125: Vereinfachung des Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer · 311 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 173Fedlex · Erläuternder Bericht
Setzt man die Mehrwertsteuerbelastung in Bezug zum Einkommen, wirkt die Steuer degressiv, was sich beim Modul “Einheitssatz” noch etwas verstärkt:
Belastung der Haushalte durch die MWST
5.0%
4.5%
4.0%
3.5%
3.0%
2.5%
2.0%
1.5%
1.0%
0.5%
0.0%
Alle 0 - 4'500 - 6'700 - 8'700 - 11'700
Haushalte 4'499 6'699 8'699 11'699 und mehr
Einkom mensklassen
Status quo Einheitssatz 6,0%
Vor allem Familien mit Kindern und Rentnerhaushalte haben beim Modul “Einheitssatz” eine spürbare Erhöhung der MWST-Last zu erwarten. Positiv wirkt sich die Reform hingegen auf die Einpersonen-Haushalte (ohne Rentner) aus:
Mehrbelastung der Haushaltstypen in Franken pro Monat durch Modul "Einheitssatz" von 6,0%
0 - 4'500 - 6'700 - 8'700 - 11'700 Einkommensklassen (Fr. pro Monat)
4'499 6'699 8'699 11'699 u. mehr
Alle Haushalte 15.56 12.57 12.31 8.64 -2.83
Einpersonen-Haushalte (ohne Rentner) 5.85 -1.39 -9.13 -13.63 -
Paar-Haushalte (ohne Kinder) - 17.51 9.01 0.45 -12.29
Paar-Haushalte (mit 1 Kind) - 19.82 16.06 12.99 -
Paar-Haushalte (mit 2 Kindern) - 22.04 21.50 20.22 10.71
Rentner-Haushalte 19.12 19.63 23.13 12.36 -
Nachfolgend wird für vier dieser Haushaltstypen aufgezeigt, wie sich das Modul „Einheitssatz“ auf die einzelnen Ausgabenkategorien auswirken. Ausgewählt wurde jeweils diejenige Einkommensklasse, in welcher sich auch das durchschnittliche Einkommen des Hauthaltstyps befindet199:
199 Beispiel: Das durchschnittliche Einkommen der Paare ohne Kinder beläuft sich auf Fr. 10'869.-- pro Monat. Berücksichtigt wurde deshalb die Einkommensklasse Fr. 8'700.-- bis Fr. 11'699.--.