Vorlage
Vernehmlassung 2006/23: Teilrevision der Strahlenschutzverordnung, der Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung und der Dosimetrieverordnung · 26 Seiten
Fedlex · Vorlage · Seite 20Fedlex · Vorlage
Ziff. 30
30. Er-169
1. Stoffwechsel
Inhaliertes Erbium (Absorptionsklasse Typ M) wird via Nase und Verdauungstrakt rasch wieder ausgeschieden (Resorptionsanteil f1=0.0005). Etwa 5% bleiben längerfristig in der Lunge. Die Verweilzeit dieses Anteils wird durch die physikalische Halbwertszeit von 2.67 Tagen bestimmt. Die geringe Menge Erbium, die ins Blut gelangt, wird zu 65% in die Knochen und in die Leber eingebaut oder direkt wieder ausgeschieden.
2. Messmethoden Triagemessung
Messung der Kontamination der Hände nach Ausziehen der Handschuhe mit einem Kontaminationsmonitor.
Messschwelle: 10’000 Bq auf 100 cm2
Inkorporationsmessung
Messung der Er-169-Konzentration Cu im Urin in Bq/l mittels Proportionalzähler nach chemischer Aufbereitung.
3. Überwachungsintervalle T und Zeitpunkt t der ersten Messung nach Ereignis
TTriage: nach jeder TMessung: bei Überschreitung tEreignis: 1 Tag
Anwendung der Messschwelle
4. Interpretation ohne Berücksichtigung einer früheren Inkorporation
T einh/m(t)
E50 = Cu.{einh/m(t)} [Tage] [Svl/Bq]
1 4,25×10-7 E50: 50-Jahre-Folgedosis in Sv 2 4,75×10-6 Cu: Messwert in Bq/l 3 2,95×10-5 einh: Dosisfaktor in Sv/Bq 4 4,60×10-5 m(t): Retentionsanteil 5 5,17×10-5 t: Tage zwischen Messung und Inkorporation. 6 5,65×10-5 Bei unbekanntem Inkorporationszeitpunkt ist t = T/2 7 6,16×10-5 10 8,05×10-5 15 1,24×10-4 20 1,91×10-4 30 4,47×10-4