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Vernehmlassung 2006/23: Teilrevision der Strahlenschutzverordnung, der Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung und der Dosimetrieverordnung · 26 Seiten
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Ziff. 20
20. Y-90
1. Stoffwechsel
Inhaliertes Yttrium (Absorptionsklasse Typ M) wird via Nase und Verdauungstrakt (Resorptionsanteil f1=0.0001) rasch ausgeschieden. Etwa 5% bleiben längerfristig in der Lunge. Die Verweilzeit dieses Anteils im Körper wird durch die physikalische Halbwertszeit von 2.67 Tagen bestimmt. Die geringe Menge Yttrium, die ins Blut gelangt, wird hauptsächlich in die Knochen und die Leber eingebaut (65%) oder direkt wieder ausgeschieden.
2. Messmethoden Triagemessung
Messung der Kontamination der Hände nach Ausziehen der Handschuhe mit einem Kontaminationsmonitor.
Messschwelle: 3’000 Bq auf 100 cm2
Inkorporationsmessung
Messung der Y-90-Konzentration Cu im Urin in Bq/l mittels Proportionalzähler nach chemischer Aufbereitung.
3. Überwachungsintervalle T und Zeitpunkt t der ersten Messung nach Ereignis
TTriage: nach jeder TMessung: bei Überschreitung tEreignis: 1 Tag
Anwendung der Messschwelle
4. Interpretation ohne Berücksichtigung einer früheren Inkorporation
t einh/m(t)
E50 = Cu.{einh/m(t)} [Tage] [Sv⋅l/Bq]
1 9,48×10-7 E50: 50-Jahre-Folgedosis in Sv 2 1,30×10-5 Cu: Messwert in Bq/l 3 1,01×10-4 einh: Dosisfaktor in Sv/Bq 4 1,95×10-4 m(t): Ausscheidungsanteil im Tagesurin (=1,4 l) in l-15 2,64×10-4 t: Tage zwischen Messung und Inkorporation. 6 3,48×10-4 Bei unbekanntem Inkorporationszeitpunkt ist t = T/2 7 4,59×10-4 10 1,05×10-3 15 4,13×10-3 20 1,63×10-2 30 2.49×10-1