Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2006/39: Ratifikation der UNESCO-Konvention zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes · 16 Seiten
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Vernehmlassungsbericht Ratifikation der UNESCO-Konvention zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes
NIKE/ICOMOS/SKR erachten die Einrichtung von Fachstellen als grundlegend für die Sicherung von tradiertem Wissen; bestehende Institutionen und Aus- und Weiterbildungsprogramme seien zu fördern, Lücken zu schliessen. Die GVS erwähnt auch private Initiativen (regionale Volksmusikzentren in Ollon VD, Altdorf UR, Gonten AI), die bei entsprechender Unterstützung durch die öffentliche Hand als Bindeglieder zwischen Sicherung und lebendiger Weitergabe ein beachtliches Entwicklungspotenzial aufwiesen.
Kantone: AG, BL, BS, GL, JU, NE, NW, OW, SG, SO, SZ, VS, ZG, EDK.
Weitere interessierte Kreise und Organisationen: GVS, Memoriav, NIKE/ICOMOS/SKR, SAGW.
Zu den Aufgabenbereichen Bildung und Bewusstseinsförderung
Verschiedene Vernehmlassungsteilnehmer verweisen auf den Zusammenhang zwischen der gesellschaftliche Funktion des immateriellen Kulturerbes und seiner Rolle in der Bildung: Die Bewahrung und Vermittlung des immateriellen Kulturerbes habe bei der Sozialisierung von Kindern und Jugendlichen, der Kommunikation zwischen den Generationen, der Wertevermittlung oder der Integration eine zentrale Bedeutung. Das Interesse für die Tradierung der Werte sei deshalb gerade bei den jüngeren Generationen möglichst umfassend zu fördern.
SKKV und SUK betonen, dass in den Bereichen Bildung, Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit die zu ergreifenden Massnahmen nur dann Wirkung erzielen könnten, wenn die Ebenen von Bund und Kantonen einander unterstützen und ergänzen. Auch Memoriav fordert eine effiziente Koordination der Bemühungen in diesen Bereichen. CH-EM und GVS regen an, dass die Vermittlung traditioneller Volksmusik in der Ausbildung der Lehrkräfte und in den Lehrplänen des Musikunterrichts auf allen Bildungsstufen den ihr gebührenden Stellenwert erhalte.
Die SKHH vertritt die Ansicht, dass auch die Förderung der Wertschätzung für die vom Handwerk gelebte und produzierte Kultur eine Bildungsaufgabe sei, die bereits in der Grundschule beginnen sollte. Überhaupt sei die Umsetzung der Konvention nicht nur Sache der Kulturförderung, sondern habe insbesondere beim traditionellen Handwerk auch dessen erzieherische, ökologische und wirtschaftliche Dimensionen zu berücksichtigen. Das traditionelle Handwerk stärke nicht nur die kulturelle Vielfalt der Regionen und des Landes, sondern habe auch weit reichende ökonomische Einflüsse.
Parteien: SPS, Grüne. Weitere interessierte Kreise und Organisationen: SKKV (FDS, FGC, FWA, ISI, IUED, PAcK, Pro Cinema, SSA, SSFV, Suisseculture, TPD, UTR, VTS), Memoriav, SUK (AP, CIOFF, DLF, InfoSud, JEB, KuE, Pfister, RFJAE, SKHH, SKV, SMR, SNPh, SozAnth, STM, STS, Suisseculture).