Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2007/20: Übernahme der europäischen Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufsqualifikationen in den Anhang III des Abkommens vom 21. Juni 1999 über die Personenfreizügigkeit · 17 Seiten
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iv. Administrative Zusammenarbeit (IMI)
Mehrere Partner betonen die Wichtigkeit, dass die Schweiz sich an der neuen Datenbank IMI (Internal Market Information) beteiligt und die Verwaltung über die für das reibungslose Funktionieren des Systems notwendigen Mittel verfügt.
v. Sprachkenntnisse
Zahlreiche Verbände bestehen auf der Überprüfung der Sprachkenntnisse von MigrantInnen, die in der Schweiz einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, sei es, dass sich diese hier niederlassen oder sei es in der Eigenschaft als Dienstleistungserbringer. Die betreffenden Verbände vertreten grösstenteils Berufe aus dem Gesundheitswesen (OptikerInnen, ZahnärztInnen, ZahnhygienikerInnen usw.) oder aus dem sozialen Bereich.
vi. Fragen im Zusammenhang mit dem Ausbildungsniveau
Viele Organisationen sehen das Schweizer Ausbildungsniveau und das duale Bildungssystem durch das europäische System der Diplomanerkennung bedroht. Sie befürchten, dass die ausländischen Diplome als gleichwertig mit einem Schweizer Hochschuldiplom anerkannt werden.
vii. Die Rolle der Verbände
Sämtliche Dachverbände haben sich mit der Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den Verbänden auseinandergesetzt. Einige verlangen, dass die Verbände enger in die Verfahren der Diplomanerkennung eingebunden werden, da nur sie in der Lage seien, die für ihren Beruf nötigen Kompetenzen zu beurteilen und sie über die verlangten Strukturen und Kompetenzen verfügten. Die Verbände fordern ausserdem, dass diese Mehrarbeit finanziell entgolten werden soll.
viii. Andere Bemerkungen
Einige der angehörten Partner brachten Bemerkungen vor, die keinerlei besonderer Weiterentwicklung bedürfen:
- Mehrere Verbände machten sich Gedanken zur Korrelation zwischen der Diplomanerkennung mit der der EU und dem BGBM (Binnenmarktgesetz). Da es sich dabei um ein Problem des Binnenmarkts und nicht der Freizügigkeit mit der EU handelt, sind diese Fragen in einem anderen Rahmen zu regeln.
- Der SGV (Schweizerischer Gewerbeverband) fragt sich, welcher Zusammenhang zwischen der beruflichen Anerkennung von Diplomen und dem EQR (Europäischer Qualifikationsrahmen) sowie dem ECVET (Europäisches Kreditpunktesystem für die berufliche Bildung) besteht. Zurzeit werden diese beiden Themenbereiche (berufliche Anerkennung von Diplomen und EQR/ECVET) von zwei verschiedenen Generaldirektionen der europäischen Kommission geleitet. Gemäss deren eigenen Aussagen gibt es zwischen den beiden Systemen keinerlei Zusammenhang.