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Vernehmlassung 2007/50: Strategie Nachhaltige Entwicklung: Leitlinien und Aktionsplan 2008-2011 · 44 Seiten

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Strategie Nachhaltige Entwicklung: Leitlinien und Aktionsplan 2008-2011

Version für die Anhörung (Juni 2007)

Massnahmen

Der Bundesrat will die Ziele über Schwerpunktsetzungen bei der Festlegung und der Umsetzung seiner Politik im BFI-Bereich erreichen. In der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH-Bereich) stehen die Erforschung und Früherkennung von Naturgefahren, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit von Materialien und Systemen, Studium, Planung und Weiterentwicklung des Ressourcenschutzes, der Ressourcen- und Energienutzung, der Infrastruktur und der Raumordnung im Vordergrund. Beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) sind vorab die Grundlagenforschung (Umweltwissenschaften), die orientierte Forschung (u.a. Nationale Forschungsschwerpunkte Klima und Nord-Süd, Nationales Forschungsprogramm 54 Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung) und die Beteiligung an Forschungsrahmenprogrammen der Europäischen Union zum Themenkomplex „Nachhaltigkeit, Umweltschutz, erneuerbare Energien“ zu nennen. Im Rahmen dieses Aktionsplanes definiert er ergänzend die folgenden Massnahmen:

• 10-1 Plattform EDK-Bund „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“

Die Plattform vereinigt die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und verschiedene an der Bildung für Nachhaltige Entwicklung interessierte Verwaltungseinheiten des Bundes. Der Bundesrat unterstützt die Plattform in ihrem Bestreben, die Anliegen der Nachhaltigen Entwicklung im Bildungswesen zu integrieren und dafür einen Massnahmenplan umzusetzen, der in einer ersten Phase auf die obligatorischen Schulstufen fokussiert, und periodisch weiterentwickelt wird.

• 10-2 UNO-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2005-2014, Umsetzung des internationalen Umsetzungsplans der UNESCO und der europäischen Strategie der UN-ECE

In Ergänzung zu den Aktivitäten der auf den formellen Bildungssektor zielenden Plattform EDK-Bund sind auch im Bereich der nicht formellen28 und der informellen29 Bildung Umsetzungsaktivitäten zu fördern. Hierfür sind die Akteure in diesem Bereich zu vernetzen, es ist ein Umsetzungsprogramm zu entwickeln, und die Schweiz soll sich auch in den internationalen politischen Dialog auf diesem Gebiet einbringen.

• 10-3 Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Fachhochschulen und Berufsbildung

Mit einem speziellen Aktionsprogramm soll die Nachhaltige Entwicklung im Bereich Fachhochschulen und Berufsbildung gefördert werden. Sie ist verstärkt in die Studiengänge und Weiterbildungsangebote an den Fachhochschulen sowie in die Berufsbildung einzubeziehen. Weiter ist die Promotion von Fördergesuchen in den Bereichen Umweltschutz, Umwelttechnologie und Nachhaltige Entwicklung bei der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) voranzutreiben.

11 - Kultur

Herausforderungen und Ziele

Nachhaltige Entwicklung und kulturelle Entfaltung bedingen sich gegenseitig. Die soziale und kulturelle Entfaltung des Individuums ist ein Hauptziel menschlicher Entwicklung, Kultur die Grundlage jedes gesellschaftlichen Handelns und Seins. Kulturelle Aspekte sind deshalb im Rahmen jeglichen politischen Handelns zu beachten. Neben diesem umfassenden Einbezug setzt eine nachhaltige soziale und gesellschaftliche Entwicklung auch spezifische Förderungen und Massnahmen im Bereich des Kulturschaffens und der Kulturpflege voraus. Der Umsetzung der Kulturpolitik des Bundes kommt in dieser Hinsicht grosse Bedeutung zu. Sie postuliert und konkretisiert die Förderung und Vermittlung der kulturellen Vielfalt und die Ermöglichung des Zugangs zur Kultur für alle Bevölkerungskreise und Altersgruppen. Zentrale Ziele des Bundes sind die Förderung des kulturellen Schaffens sowie die sachgerechte Pflege des Kulturerbes und die Sicherstellung der entsprechenden Rahmenbedingungen.

28 Diese Bildungsform beinhaltet den Erwerb von Kompetenzen über nicht obligatorische, aber dennoch strukturierte Formen, wie z.B. Kurse, Seminare etc. 29 Diese Bildungsform beinhaltet den Erwerb von Kompetenzen im Rahmen alltäglicher Bildungsprozesse (lernen im Betrieb, in der Familie etc.)