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Vernehmlassung 2007/50: Strategie Nachhaltige Entwicklung: Leitlinien und Aktionsplan 2008-2011 · 44 Seiten
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Strategie Nachhaltige Entwicklung: Leitlinien und Aktionsplan 2008-2011
Version für die Anhörung (Juni 2007)
erhalten und verhindert werden, dass die Gesellschaft zu verspäteten, dafür umso massiveren Kurskorrekturen gezwungen wird. Der Bund benötigt ein Instrument, das eine langfristige Optik in der Finanzpolitik ermöglicht. Mit dem Instrument „Entwicklungsszenarien“ wird der Bundesrat mindestens alle vier Jahre längerfristige Entwicklungsszenarien für bestimmte Aufgabenbereiche aufstellen, die über den Zeithorizont der Finanzplanung hinausgreifen. Mit den Entwicklungsszenarien wird dem Bund ein Instrument in die Hand gegeben, das mögliche Steuerungs- und Korrekturmassnahmen aufzeigt. Die Entwicklungsszenarien dienen dazu, Entwicklungstendenzen mit ihren finanziellen Folgen in spezifischen Aufgabengebieten über den Finanzplanhorizont hinaus aufzuzeigen und Politikoptionen zu diskutieren. Dieses neue Instrument wird erstmals im Rahmen der Legislaturfinanzplanung 2007-2011 eingesetzt werden.
10 - Bildung, Forschung, Innovation
Herausforderungen und Ziele
Wissen und die Nutzung dieses Wissens gehören heute zu den kostbarsten Ressourcen, um Entwicklungsprozesse nachhaltig zu gestalten. Wissen als Resultat von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) ist eine zentrale Notwendigkeit, um im verschärften internationalen (Standort-)Wettbewerb zu bestehen. Ferner ist Wissen auch eine der wichtigsten Voraussetzung zur Befähigung, Werte und Verhalten kritisch zu reflektieren, die eigene Identität zu entfalten, sich praktische Orientierung für die Lebensbewältigung anzueignen und die kulturelle und wirtschaftliche Integration zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Wissen ist schliesslich auch wichtig, um das Verständnis der Zusammenhänge zwischen Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und natürlicher Umwelt sowie entsprechendes Handeln zu fördern.
Der Bundesrat stuft die BFI-Politik als prioritär ein. Dem Parlament hat er beantragt, diesem Bereich in den Jahren 2008-2011 ein jährliches mittleres Budgetwachstum von 6% zu gewähren. Im Vordergrund stehen die Ziele der langfristigen Sicherung und Steigerung der Qualität in der Bildung und der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wachstums in der Forschung. Dabei soll auch dazu beigetragen werden, das Nachhaltigkeitsverständnis in der obligatorischen Schule, an den Hochschulen, bei der Forschungsförderung und in der Berufsbildung zu verankern und zu stärken.
Das Bildungssystem als zentraler Erfolgsfaktor ist auf allen Stufen – vom Kindergarten bis zur Hochschule – laufend qualitativ zu verbessern. Notwendig sind dabei auch Strukturreformen bei den Universitäten und Fachhochschulen, wo noch beträchtliche Rationalisierungspotenziale bestehen, die es durch eine bessere Aufgabenteilung zwischen und innerhalb der Hochschulen auszuschöpfen gilt.
Indikatoren und Zielgrössen
Zur Beobachtung, ob sich der Bereich Bildung, Forschung, Innovation nachhaltig entwickelt, werden folgende Indikatoren verwendet.
INDIKATOREN GEWÜN- TREND TREND- NORMATIVE ZIELGRÖSSE
SCHTE ENT- BEWER-
WICKLUNG TUNG
Lesefähigkeit der 15- Jährigen Zeitaufwand für Weiterbildung Öffentliche Bildungsausgaben Patentanmeldungen Öffentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F+E)