Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2007/74: Via sicura; Handlungsprogramm des Bundes für mehr Sicherheit im Strassenverkehr · 59 Seiten

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6.7 Standortidentifikation bei Notrufen mit Mobiltelefon

(Via-sicura-Massnahme 114)

Bei Notruf mit einem Mobiltelefon soll der Unfallort durch automatische Lokalisierungsmethoden schneller gefunden werden. Erste Schritte hat das Bundesamt für Kommunikation bereits unternommen73. Der Standort von Mobiltelefonen kann durch die Notrufdienste bereits ermittelt werden, allerdings ist die Genauigkeit für eine effiziente und zeitgerechte Rettung noch zu gering.

6.8 Psychologische Ereignisbewältigung

(Via-sicura-Massnahme 124)

Wo noch nicht vorhanden, sind Care-Organisationen zu schaffen, die betroffenen Verkehrsteilnehmenden und Ereignisdiensten bei besonderen Vorkommnissen, Grossereignissen oder Katastrophen psychologische oder psychiatrische Hilfe anbieten.

6.9 Qualitätssicherung im Rettungswesen

(Via-sicura-Massnahme 199)

Die Aus- und Weiterbildung des Fachpersonals im notfallmedizinischen Bereich ist auszubauen und die Qualitätssicherung für Sanitätsnotrufzentralen und Rettungsdienste zu institutionalisieren.

6.10 Einschränkung von Fahrzeugrad-Umrüstungen

(Via-sicura-Massnahme 205)

Die Möglichkeit für nachträgliche Änderungen der Fahrzeugräder sollen eingeschränkt werden. Es sollen nur noch die vom Fahrzeughersteller freigegebenen Rad- und Reifendimensionen zulässig sein.

6.11 Verbesserung der Sichtbarkeit aller Fahrzeuge

(Via-sicura-Massnahme 209)

Der Bundesrat hat mit Beschluss vom 16. Januar 200874 in der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS75) vorgeschrieben, dass Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h mit einer Heckmarkierungstafel auszurüsten sind. Neue Lastwagen und ihre Anhänger sind an den Seiten und am Heck obligatorisch mit retroreflektierenden Streifen zu kennzeichnen.

6.12 Ausbau des internationalen Engagements für Fahrzeugsicherheit; Ausbau der internationalen Kontaktpflege

(Via-sicura-Massnahme 211 und 212)

Das ASTRA hat bereits Einsitz in die Arbeitsgruppen der UN/ECE (UNO in Genf, Wirtschaftskommission für Europa) und in andern internationalen Gremien betreffend die Fahrzeugsicherheit genommen und setzt sich aktiv für die Erhöhung der allgemeinen Sicherheitsstandards in der Fahrzeugtechnik ein. Für die Vorberei-

73 http://www.bakom.admin.ch/dokumentation/medieninformationen/00471/index.html?lang=de&msgid=7411

74 AS 2008 355

75 SR 741.41