Vorlage

Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten

Fedlex · Vorlage · Seite 15Fedlex · Vorlage

Globale Strategie Basierend auf der beschriebenen Ausgangslage hat die Weltgesundheitsversammlung (WHA ) im Mai 2004 die „Globale Strategie für Ernährung, Bewegung und Gesundheit“ verabschiedet. Die Regierungen werden aufgerufen, die globale Strategie ihrer Landessituation entsprechend anzupassen und die Umsetzung vorzunehmen (WHO, 2004a). Im Auftrag des Bundesrates wird diese WHA-Resolution 57.17 auch in der Schweiz umgesetzt und mit dem vorliegenden „Nationalen Programm Ernährung und Bewegung 2008–2012“ beschrieben.

Die zentrale Bedeutung von Bewegung und Ernährung, nicht nur im Zusammenhang mit Adipositas, sondern auch in der Prävention von anderen nicht-

übertragbaren Krankheiten, hält die WHO in der „Globale Strategie für Ernährung, Bewegung und Gesundheit “ folgendermassen fest:

„Diet and physical activity influence health both together and separately. Although the effects of diet and physical activity on health often interact, particulary in relation to obesity, there are additional health benefits to be gained from physical activity that are independant of nutrition and diet, and there are significant nutritional risks that are unrelated to obesity. Physical activity is a fundamental means of improving the physical and mental health of individuals“ (WHO, 2004a).

Internationale Die globale Strategie der WHO (2004a) und die im November 2006 von den Eu-Empfehlungen ropäischen Gesundheitsministern verabschiedete „Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas“ (WHO, 2006b) sind wichtige Grundlagen für die Umsetzung von Massnahmen in den einzelnen Ländern gegen den steigenden Trend von Übergewicht und Adipositas. In der Europäischen Charta wird gefordert, die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen vermehrt mit den gesundheitlichen Zielen in Übereinstimmung zu bringen und gesundheitsförderliche Entscheidungen für die Einzelnen zu erleichtern. Das Ziel aller Massnahmen ist die Eindämmung der Adipositas-Epidemie und längerfristig die Erreichung einer Trendumkehr bei der derzeitigen Zunahme von Adipositas. Nötig hierfür ist ein Engagement aller gesellschaftlichen Bereiche, wobei ein Gleichgewicht zwischen individueller, staatlicher und gesellschaftlicher Verantwortung hergestellt werden muss. Eine hohe Priorität kommt der Unterstützung von sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu.

NPEB 2008–2012 (27.9.2007)