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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten

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EU Politik Auch auf europäischer Ebene sind Ernährung, Bewegung und Adipositas wichtige Themen und werden von den EU-Gesundheitsprogrammen aufgegriffen. Ein Netzwerk für Ernährung und Bewegung, die Gründung einer europäischen Aktionsplattform, die Publikation des „Grünbuches“ zur Förderung von gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung (KOM, 2005/0637) sind einige der bisher von der Europäischen Kommission ergriffenen Initiativen (EU, 2005). In der Entschliessung des Europäischen Parlamentes zur „Förderung gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung“ vom 1. Februar 2007 wird gefordert, dass die Bekämpfung von Adipositas und anderen ernährungsabhängigen Krankheiten in der Europäischen Union und deren Mitgliedstaaten politische Priorität haben soll. Im Mai 2007 hat die EU-Kommission auf Basis dieser Grundlagen das Weissbuch „Ernährung, Übergewicht, Adipositas: Eine Strategie für Europa“ (KOM,

2007/279) verabschiedet (EU, 2007). Im Weissbuch wird verstärkt zu handlungsorientierten Partnerschaften auf diesem Gebiet aufgerufen.

Die Inhalte des vorliegenden Programms beruhen auf den Empfehlungen und Grundlagen der WHO und der EU.

1.2 Aktuelle Situation in der Schweiz

1.2.1 Ernährungs- und Bewegungsverhalten, Übergewicht

Ernährungsverhalten Fast ein Drittel der Bevölkerung (31%) achtet nach dem eigenen Dafürhalten nicht speziell auf die Ernährung. Ein grosser Anteil der in der Schweiz lebenden Personen konsumiert folgende Produkte nicht täglich: Früchte (34%), Gemüse/Salate (18%), Milch (64%) und Milchprodukte (39%). Zudem essen 38% selten oder nie Fisch (BFS, 2003). Im Vergleich zu den Daten vor 10 Jahren hat sich das Ernährungsverhalten der Bevölkerung in der Schweiz nicht verbessert (Eichholzer et al., 2005). Das Ernährungsverhalten der schweizerischen Bevölkerung zeichnet sich auch durch einen Zuckerkonsum aus, der die empfohlene tägliche Zufuhr von 10% der Gesamtenergiezufuhr weit überschreitet.

Bei Schulkindern gibt es den Trend weg von einem Frühstück (10 - 25% der Kinder essen kein Frühstück) hin zu immer weniger Mahlzeiten am Familientisch und vermehrter Einnahme eines kalorienreichen Spätimbisses (Baerlocher et al.,

2000).

14 NPEB 2008–2012 (27.9.2007)