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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten
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Diese beiden Faktoren entziehen sich offenbar weitgehend der normalen biologischen Kurzzeitregulierung von Appetit und Nahrungsaufnahme, so dass Kinder wie Erwachsene ihre sonstige Aufnahme meist nicht ausreichend anpassen, wenn diese Lebensmittel bzw. Getränke stets verfügbar sind. Dieses Problem wird in Gesellschaften mit Bewegungsmangel noch zusätzlich verschärft. Umgekehrt schützt eine Ernährung mit einer niedrigen Energiedichte, einem geringen Fettanteil, aber mehr komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen vor Gewichtszunahme. So überrascht es nicht,
dass ein höherer Konsum von Obst und Gemüse mit niedrigerer Gewichtszunahme in Verbindung gebracht wird (WHO, 2006b).
Zur Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten und zur Förderung der körperlichen Betätigung sollten die Massnahmen in erster Linie dort in der Gesellschaft einsetzen, wo die Bedingungen für gesunde Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten und damit für eine leichtere Annahme einer gesunden Lebensweise geschaffen werden (Schutz et al., 2006). Menschen treffen häufiger gesundheitsförderliche Entscheidungen, wenn ihr Umfeld sie dabei unterstützt (Christakis et al., 2007).
Abb. 5: Gesundheitseffekte des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens (WHO, 2004a)
2.5 Interventionsgrundlagen
Interventionen Interventionen können auf verschiedenen Ebenen, bezüglich zahlreicher Einflussfaktoren und mit unterschiedlichen Anpassungen erfolgen. Die Möglichkeiten, die sich im Bereich Ernährung und Bewegung ergeben, sind z.T. identisch mit anderen Präventionsbereichen, können aber auch spezifisch sein (vgl. Anhang I).
22 NPEB 2008–2012 (27.9.2007)