Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 62 Seiten
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Biers gegenüber Wein nicht verstärkt werden dürfe. Es gebe zudem genügend Beispiele dafür, dass sich Alkoholmissbrauch über den Preis nicht beeinflussen lasse (Coop, Denner). Andere europäische Produktionsländer hätten keine Steuern auf Wein und eine solche wäre gegen die Bundesverfassung (ANCV, Communauté interprofessionnelle des vins de Genève).
3.7.5 Handlungsfeld 5, Massnahmen 05.01, 05.02 und 05.03
Handlungsfeld 5: Information und Öffentlichkeitsarbeit
Zu Handlungsfeld 5 äussern sich insgesamt 11 Stellungnahmen.
Die Stellungnahmen zu Handlungsfeld 5 sind geteilter Meinung. Ein Teil der Stellungnahmen äussern sich zustimmend (5 von 11).
Schweizerischer Städteverband und Stadt Zürich finden es besonders wichtig, dass die Herstellung und Verbreitung von Informationsmaterial national koordiniert werde, da besonders die Präventionsfachstellen, die leider nicht als Partner erwähnt seien, bereits einiges an Material erarbeitet hätten. Von den Parteien äussert sich die EDU dahingehend, dass Präventionskampagnen gegen Jugendalkoholismus und Rehabilitationsmassnahmen von Alkoholkranken Priorität haben und grosse und teure Werbekampagnen auf das absolut Notwendige reduziert werden müssten. Ausserdem sei eine sinnvolle Koordination mit interessierten Kreisen aus Wirtschaft, Sport, Kultur und Schulen notwendig. Aus dem Bereich Sucht und Gesundheit äussert sich der Verein „Sag NEIN zu Drogen, sag JA zum Leben“ und möchte, dass verschiedenste Player zugelassen werden.
Ein Teil der Stellungnahmen äussern Vorbehalte (5 von 11).
Von den Parteien kritisiert die CVP, dass die Wirkung und das Erreichen der Botschaften bei den Zielgruppen ungewiss und unklar seien – die Massnahmen seien wenig erfolgsversprechend und müssten überdacht werden. Aus der Branche wünschten sich Schweizerischer Bauernverband und Schweizerischer Obstverband, dass die einzuführenden Massnahmen objektiv und neutral aufgearbeitet würden – da die Formulierung zu vage sei, um abschliessend Stellung zu nehmen, werde unter Vorbehalt der definitiven Version der Massnahmen ein Veto eingelegt. Der Schweizerische Brauerei-Verband kritisiert, dass das BAG zu grosses Gewicht auf die Änderung bestehender, politisch definierter und durchaus funktionierenden Verhältnisse legt (Verhaltensprävention), das Volk wolle sich nicht gängeln oder belehren lassen; er würde hingegen Bestrebungen unterstützen, die einen eigenverantwortlichen und risikoarmen Umgang mit Alkohol fördern würden. Aus dem Bereich der Sucht und Gesundheit wünscht die Suchthilfe Aargau (ags), dass mehr Gewicht auf gesellschaftliche Veränderungen und Normen gelegt würde.
Ausserdem wird eine Bemerkung formuliert: Der Schweizerische Gemeindeverband möchte, dass Informationen über „best practices“ anderer Gemeinden den Gemeinden und Städten zur Verfügung gestellt würden.