Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 62 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 38Fedlex · Ergebnisbericht

Massnahme 05.01: Realisierung einer nationalen massenmedialen Alkoholpräventions-Kampagne

Zu Massnahme 05.01 äussern sich 13 Stellungnahmen.

Eine Organisation äussert zu Massnahme 05.01 vorbehaltlose Zustimmung (1 von 13).

Die bfu aus dem Bereich Sucht und Gesundheit bemerkt, dass unfallbedingte Verletzungen nicht allein durch situationsbezogene Interventionen reduziert werden können und darum Primärprävention im Alkoholbereich wichtig sei.

Fast alle sich explizit äussernden Organisationen lehnen die Massnahme ab (12 von 13).

Diese stammen allesamt aus der Branche. Eine solche Kampagne müsse objektive und zielgruppenspezifische Informationen verbreiten und nicht tendenziöse, moralisierende oder übertriebene Botschaften. Die ‚Gängelung‘ und ‚Belehrung‘ der Bevölkerung dürfe zudem nicht übertrieben werden, denn diese habe genug von gut gemeinten Ratschlägen oder Verhaltensmustern. Eine grosse Bedeutung werde zudem der Höhe des zu Verfügung zu stellenden Budgets beigemessen. Zudem seien Branchenvertretungen der einzelnen Vertriebskanäle mit einzubeziehen – die Erdöl-Vereinigung beispielsweise verfüge über einschlägige Erfahrungen mit alkoholbezogenen Aufklärungs- und Sensibilisierungs-Kampagnen in den Tankstellen-Shops. Eine allgemeine Verteufelung von Alkohol sei ausserdem abzulehnen und ineffizient – der Fokus müsse auf der Eigenverantwortung liegen.

Massnahme 05.02: Sicherstellung der kontinuierlichen Präsenz der NPA-Anliegen in den Medien

Zu Massnahme 05.02 äussern sich 12 Stellungnahmen.

Alle Stellungnahmen zu Massnahme 05.02 äussern Zustimmung mit Vorbehalten (12 von

12). Die Mehrheit der Stellungnahmen – 11 von 12 – stammt aus der Branche. Die Information solle objektiv sein, Zensur der Presse und Druck auf die Medien müsse ausgeschlossen werden und Branchenkreise alkoholischer Getränke müssten als direkte Partner einbezogen werden. Die Sensibilisierungskampagne solle den verantwortungsbewussten und erwachsenen Konsum thematisieren und den Missbrauch verurteilen. Die ‚Gängelung‘ und ‚Belehrung‘ der Bevölkerung dürfe zudem nicht übertrieben werden, denn diese habe genug von gut gemeinten Ratschlägen oder Verhaltensmustern. Eine grosse Bedeutung werde zudem der Höhe des zu Verfügung zu stellenden Budgets beigemessen.

Aus dem Bereich Jugendverbände äussert sich die SAJV. Zwar sei dies ein geeigneter Ansatz, aber sie äussert die Befürchtung, dass durch die Fokussierung auf die Bereiche Jugend, Gewalt und Unfälle das negative Bild der Jugend in der Öffentlichkeit gestärkt werde, das nicht der Realität entspreche – die Mehrzahl der Jugendlichen seien sozial kompetent, nicht gewalttätig und würden Alkohol gar nicht oder in unproblematischer Weise konsumieren.