Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2008/61: Bericht zur Schweizerischen Schifffahrtspolitik · 12 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 10Fedlex · Ergebnisbericht

Référence du dossier: 012.21/2009-03-24/357

Vergnügungsschifffahrt

o Um die Vergnügungsschifffahrt in den Grenzgewässern zu erleichtern, sei eine

Angleichung der schweizerischen Vorschriften an die europäischen Normen anzustreben [ASRPN, VS], ohne das daraus allerdings eine Absenkung der schweizerischen Umweltstandards resultiere.

o Verschiedene Kantone [SZ, UR, VKS] fordern genauere Aussagen darüber, wie Sport-

und Freizeitschiffe in Zukunft behandelt werden sollen, insbesondere bei der Zulassung und der Erteilung von Schiffsführerausweisen.

o Verbände fordern, dass die Zuständigkeit im Bereich der Reglementierung der

Vergnügungsschifffahrt im Wesentlichen Sache der Kantone bleibt [CP] und die Reglementierung nicht weiter ausgedehnt wird [ASRPN].

3.2.4 Hochseeschifffahrt

Die im Bericht vorgestellten Perspektiven zur Hochseeschifffahrt werden von allen angefragten Kreisen gutgeheissen.

Ein wichtiger Punkt jedoch wird stark bestritten, nämlich die Idee der Öffnung des schweizerischen Seeschiffregisters für ausländische Gesellschaften [VSSR, VD]. Es bestehe das Risiko, dass die Schweizer Flagge zu einer Billigflagge werde. Dies wäre unter anderem nicht mit der Politik der Landesversorgung vereinbar und würde Probleme mit der europäischen Union schaffen.

Ausserdem weist die UNIA auf einen Gegensatz hin: Einerseits fördere der Bund die Aufrechterhaltung einer Schweizer Hochseeflotte zur Sicherstellung der Landesversorgung über ein Bürgschaftssystem, bleibe aber andererseits in den Personalfragen – Ausbildung und Arbeitsbedingungen der Schiffsbesatzungen – untätig. Im Krisenfall stehe der Schweiz zwar eine Hochseeflotte zur Verfügung, ohne dass allerdings genügend Besatzungsmitglieder vorhanden wären, um diese Schiffe zu bedienen.