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Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 71 Seiten

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Der höhere Anteil am BIP (5,3%) als an der Gesamtbeschäftigung (4,5%) erklärt sich durch die überdurchschnittliche Produktivität (Wertschöpfung pro Arbeitsplatz) der Infrastruktursektoren. Dieser Befund gilt in besonderem Masse für die Strom- und Gasversorgung sowie für die Telekommunikation, in denen sehr kapitalintensiv produziert wird. Demgegenüber ist die Produktivität im Luftfahrtsektor ungefähr durchschnittlich, während sie im Landtransport (Schiene und Strasse) deutlich unter dem volkswirtschaftlichen Mittel liegt.

Infrastrukturnetze lösen multiplikative Effekte in anderen Wirtschaftszweigen aus

Durch das Beziehen von Vorleistungen (z.B. Schienenfahrzeuge, Kraftwerksausrüstungen, Ingenieurleistungen etc.) generieren die Infrastruktursektoren indirekt zusätzliche Beschäftigung und Wertschöpfung in anderen Wirtschaftszweigen. Der Multiplikatoreffekt ist aufgrund der relativ niedrigen Importquote der Infrastruktursektoren vergleichsweise hoch. Diesen eingerechnet, tragen die Infrastruktursektoren insgesamt 9% zur Beschäftigung und 10% zum BIP der Schweiz bei22. Anders gesagt: jeder 8. Arbeitsplatz und jeder 8. verdiente Franken in der Schweiz hängt direkt oder indirekt von den Infrastruktursektoren ab.

Tabelle 2: Indirekte Beschäftigung und Wertschöpfung in den Infrastruktursektoren (2005)

Infrastruktur- direkte und indirekte Beschäftigung direkte und indirekte Wertschöpfung sektoren

Multiplikator [Tausend] [%] Multiplikator [Mrd. CHF] [%]

Schiene / Strasse 1.58 142.1 4.4% 1.76 15.7 3.6%

Zivilluftfahrt 3.85 29.2 0.9% 1.21 1.4 0.3%

Strom / Gas 3.43 75.0 2.3% 2.07 16.8 3.8%

Telekom 1.93 47.5 1.5% 2.05 10.0 2.3%

Total

2.04 293.9 9.0% 1.90 43.8 10.0% (engere Definition)

Nebentätigkeiten

2.18 118.4 3.6% 1.96 10.5 2.4% Verkehr

Total

2.08 412.2 12.7% 1.91 54.3 12.4% (weitere Definition)

Quelle: Ecoplan

Infrastrukturnetze sind eine Grundlage der wirtschaftlichen Entwicklung

Diese blossen Zahlen werden der Bedeutung der Infrastruktursektoren für die schweizerische Volkswirtschaft nicht gerecht. Was darin nicht zum Ausdruck kommt, ist die fundamentale Bedeutung einer gut funktionierenden Infrastruktur für die wirtschaftliche Entwicklung. Leistungsfähige und zuverlässige Infrastrukturen senken die Transaktionskosten für alle Wirtschaftsteilnehmer entscheidend; Menschen, Waren und Informationen können rasch und sicher grosse Distanzen überwinden, was den Austausch von Produkten und Ideen begünstigt, Produktionsabläufe verbessert und den Perimeter für die Erschliessung neuer Absatz- und Beschaffungsmärkte erweitert – kurz: Infrastrukturen ermöglichen erst die gesellschaftliche Arbeitsteilung, die anerkanntermassen der entscheidende Treiber für die Steigerung der Produktivität und für nachhaltiges Wirtschaftswachstum darstellt.

22 Respektive 12,7% der Beschäftigung und 12,4% des BIP inklusive Nebentätigkeiten des Verkehrs.