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Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 71 Seiten

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Das schweizerische Fernstrassennetz ist an verschiedenen Punkten an das transeuropäische Strassennetz (TERN) angeknüpft, welches die wichtigsten kontinentalen Wirtschaftsräume miteinander verbindet. Mehrere Europastrassen verlaufen durch die Schweiz. In Genf, Basel, Rheinfelden und Chiasso bestehen internationale Autobahnzusammenschlüsse; nicht direkt über das Nationalstrassennetz erreichbar sind Österreich und Liechtenstein.

Der Bundesrat schlug 2006 eine Neuregelung des schweizerischen Strassenetzes vor, das künftig aus einem Grundnetz – entsprechend dem heutigen Nationalstrassennetz zuzüglich 390 km Hauptstrassen – sowie einem Ergänzungsnetz (übrige Hauptstrassen) bestehen soll.

Abb. 2: beabsichtigte Neuregelung des Strassennetzes gemäss Sachplan Verkehr

Im Rahmen des 2006 errichteten Infrastrukturfonds wird bis 2028 die Vollendung des 1960 beschlossenen Nationalstrassennetzes32 sowie die Beseitigung der kritischsten Engpässe auf dem bestehenden Nationalstrassennetz vorangetrieben. Kann ein Engpass nicht durch den Bau zusätzlicher Fahrspuren entschärft werden, weil z.B. eine bestehende Ortsdurchfahrt aus technischen und städtebaulichen Gründen nicht aufgeweitet werden kann, soll das Nationalstrassensystem punktuell durch ein neues Netzelement ergänzt werden.

Funktionalität, Sicherheit und Umweltwirkung

Der Ausbaustandard der Schweizer Strassen33 kann im Allgemeinen als gut bezeichnet werden. Während der Verkehrsspitzen stösst das Schweizer Strassennetz punktuell an Kapazitätsgrenzen. Das ist eine Folge der starken Verkehrsentwicklung der vergangenen Jahrzehnte: zwischen 1980 und 2005 hat der motorisierte Individualverkehr in der Schweiz um 32%

32 Gewisse Netzergänzungen wie z.B. die A16 "Transjurane" kamen später hinzu.

33 Einschliesslich der technischen Installationen wie Entwässerungs- und Sicherheitsanlagen, Schutzbauten, Signalisationen, Überwachungseinrichtungen usw.