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Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 71 Seiten

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Teil II: Die Ausgangslage

4 Stand der nationalen Infrastrukturnetze

Im Folgenden werden die heute bestehenden respektive beschlossenen nationalen Infrastrukturnetze der Schweiz kurz beschrieben und hinsichtlich ihrer Funktionalität, Sicherheit und Umweltwirkung beurteilt. Ausserdem werden die spezifischen Marktverhältnisse und Geschäftsmodelle sowie der Regulierungsrahmen dargestellt.

4.1 Strasse

Bestehendes und beschlossenes Netz

Die bei weitem wichtigste Verkehrsinfrastruktur des Landes sind die Strassen: 75% des Personenverkehrs29 und 60% des Güterverkehrs finden auf dem rund 70'000 km langen Schweizer Strassennetz statt. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil des Strassennetzes ist von nationaler Bedeutung: die Nationalstrassen30 mit einer Gesamtlänge von gegenwärtig 1'775 km (1‘892 km nach der Fertigstellung) sowie die schweizerischen Hauptstrassen31 mit zur Zeit 2‘282 Streckenkilometern. Die übrigen Strassen dienen überwiegend der regionalen und lokalen Erschliessung. Die Bedeutung des nationalen Strassennetzes steht im umgekehrten Verhältnis zu seinem Umfang: allein die Nationalstrassen (2,5% der Strassen) bewältigen rund einen Drittel des gesamten Strassenverkehrsaufkommens in der Schweiz.

Abb. 1: National- und Hauptstrassennetz (bestehende und beschlossene Strecken)

29 Bezogen auf mittlere Tagesdistanz, einschliesslich Veloverkehr, aber ohne Fusswege. Davon sind gut 70% privater und knapp 5% öffentlicher Verkehr (Bus, Tram). Vgl. Bundesamt für Statistik, Bundesamt für Raumentwicklung (2007): Mobilität in der Schweiz – Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zum Verkehrsverhalten, S. 38 f.

30 Gemäss Bundesbeschluss vom 21. Juni 1960 über das Nationalstrassennetz, SR 725.113.11

31 Gemäss Verordnung vom 8. April 1987 über die Hauptstrassen, SR 725.116.23