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Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 71 Seiten

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Neubaustrecken werden im Rahmen von «ZEB» (Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur) ab Mitte des kommenden Jahrzehnts gebaut. Optionen für darüber hinaus gehende Netzerweiterungen («Bahn 2030») befinden sich zur Zeit im Stadium der Vorprüfung.

Abb. 4: Bestehendes und projektiertes Schienennetz

Das Schweizer Eisenbahnnetz ist an zahlreichen Stellen mit den Schienensystemen der Nachbarländer verknüpft. Von gesamteuropäischer Bedeutung ist allerdings nur die Nord-Süd-Magistrale Basel–Chiasso/Domodossola39, die einen wichtigen Ast des Transeuropäischen Transport-Netzwerks (TEN-T) bildet40. Auf dieser Achse spielt die Schweiz insofern eine Vorreiterrolle, als sie als erstes Land auf den Neubaustrecken das neue europäische Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) in Betrieb nahm41.

Funktionalität, Sicherheit und Umweltwirkung

Das Schweizer Schienennetz ist hoch belastet. Besonders auf jenen Strecken, wo sich verschiedene Verkehrsarten (Fern-, Regional- und Güterverkehr) überlagern – namentlich innerhalb und zwischen den grossen Agglomerationen – sind die Kapazitäten heute weitgehend ausgereizt. Trotz der schmalen Reserven erreicht die Pünktlichkeit42 und Sicherheit43 des Bahnbetriebs in der Schweiz ein im internationalen Vergleich hohes Niveau.

39 Insofern als die Schweiz vom transkontinentalen West-Ost-Güterverkehr tangiert wird, verläuft dieser im Inland ebenfalls auf der Nord-Süd-Achse.

40 Unter dem Titel «Transeuropean Networks - Transport» (TEN-T) hat die EU 30 prioritäre gesamteuropäische Verkehrsprojekte definiert, die aus dem Gemeinschaftshaushalt mitfinanziert werden.

41 Die Einführung einheitlicher europäischer Normen und Standards im Eisenbahnwesen begann bereits anfangs der 1990er Jahre: Mit dem europäischen Übereinkommen vom 31. Mai 1985 über die Hauptlinien des internationalen Eisenbahnverkehrs (AGC) und dem europäischen Übereinkommen vom 1. Februar 1991 über wichtige Linien des internationalen kombinierten Verkehrs und damit zusammenhängende Einrichtungen (AGTC) wurde die Kompatibilität der Sicherheitssysteme, der zulässigen Achslasten und der Lichtraumprofile verbessert.

42 Bei den SBB haben zirka 3% der Züge eine Verspätung von mehr als 5 Minuten.