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Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 71 Seiten

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verursachen. Abzuklären bleibt die Eignung der relativ verlust- und strahlungsarmen Energieübertragung mittels hoch gespanntem Gleichstrom für die Schweizer Verhältnisse.

• Koordination im europäischen Stromverbund verbessern

Auf technischer Ebene sind die unterschiedlichen Verfahren der europäischen Netzbetreiber zur Kontrolle und Steuerung der grenzüberschreitenden Stromflüsse zu koordinieren respektive zu harmonisieren, was die Mitwirkung der Schweiz in den zuständigen internationalen Gremien erfordert. Auf organisatorischer Ebene ist die Teilnahme der Schweiz am europäischen Regelenergiemarkt notwendig. Anzustreben ist der Übergang zur so genannten impliziten Auktion an den Strombörsen, wodurch elektrische Energie nur noch im Verbund mit der entsprechenden Durchleitungskapazität gehandelt werden kann. Die Schweiz muss sich in geeigneter Form an den Planungen der EU zum Ausbau der transeuropäischen Übertragungsnetze beteiligen; dies ist Gegenstand der laufenden bilateralen Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU.

6.6 Gas

• Versorgungssicherheit gewährleisten

Der Erdgasverbrauch der Schweiz ist im internationalen Vergleich bescheiden, dürfte aber in Zukunft steigen, besonders, wenn Erdgas in grossem Massstab zur Stromproduktion eingesetzt werden sollte. Aufgrund fehlender eigener Ressourcen kann die Versorgungssicherheit nur gemeinsam mit den europäischen Partnern sichergestellt werden. Voraussetzung ist die Integration der Schweiz in den europäischen Gasmarkt, welche die Beteiligung am Krisenmanagement der EU sowie den vertraglich gesicherten Zugang zu den Lagerkapazitäten der Nachbarländer (in Ermangelung eines eigenen Kavernenspeichers) einschliesst. Ergänzend dazu tritt das aktive und nötigenfalls staatsvertraglich abgesicherte Engagement der Industrie zur Diversifikation der Lieferquellen (Förderländer) sowie der Transportwege.

6.7 Telekommunikation

• Infrastruktur laufend modernisieren

Die zunehmende Durchdringung aller Lebensbereiche mit Informations- und Kommunikationstechnologien lässt die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Telekommunikationsinfrastruktur mit exponentieller Rate wachsen. Bisher hielt die technische Entwicklung und Investitionsbereitschaft der Anbieter mit den Ansprüchen des Marktes Schritt; gegenwärtig werden z.B. grosse Anstrengungen unternommen, um die Glasfaser-Infrastruktur bis zu den Hausanschlüssen auszudehnen («fibre to the home»). Um die Investitionsbereitschaft der Akteure langfristig zu erhalten, sind die regulatorischen Rahmenbedingungen so zu setzen, dass stets genügend Anreize für die Erneuerung der Infrastruktur bestehen. Die Netzzugangsbedingungen in den regulierten Bereichen sind so zu definieren, dass der Wettbewerb zwischen den Anbietern spielt und ein ausreichender Investitionsschutz gewährleistet ist.

• knappe Frequenzen effizient verwalten

Während die drahtgebundenen Telekommunikationssysteme dank moderner Kabeltechnik im Prinzip unbegrenzte Bandbreiten (Datenübertragungsraten) ermöglichen, stossen die funkbasierten Übertragungstechnolgien aufgrund der limitierten nutzbaren Frequenzbänder