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Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 71 Seiten

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Dieser steigenden Verkehrsnachfrage stehen sehr begrenzte Möglichkeiten zum Ausbau der Flughafenkapazitäten gegenüber; ein kompletter Neubau von Start- und Landebahnen ist angesichts der äusserst knappen Raumverhältnisse in den dicht besiedelten Flughafenregionen kaum realistisch. Umso wichtiger ist die effiziente Bewirtschaftung der bestehenden Flughafeninfrastrukturen sowie des komplexen Luftraums über der Schweiz.

Soweit dies im Rahmen des globalen Netzwerks der zivilen Luftfahrt möglich ist, soll eine gleichmässigere Verteilung der Starts und Landungen über die Tageszeit angestrebt werden. Der private Flugverkehr (Business Aviation) soll geeignete Voraussetzungen vorfinden, um während der Spitzenzeiten von alternativen Flugplätzen (z.B. Dübendorf) aus operieren zu können. Das restriktive Anflugregime von Zürich Kloten ist in konstruktiven Verhandlungen mit allen beteiligten Partnern zu lockern. Grösste Bedeutung kommt der intensiven grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei der Flugsicherung zu; das Projekt «Single European Sky» – respektive die Errichtung eines einheitlichen funktionalen Luftraumblocks über Zentraleuropa (FABEC: Deutschland, Frankreich, BeNeLux, Schweiz) – verspricht enorme Vorteile beim Management der An-, Ab- und Überflüge. Die Schweizer Akteure sind gefordert, die Realisierung dieses ambitiösen Projektes gemeinsam mit ihren europäischen Partnern voranzutreiben.

• hohes Sicherheitsniveau halten

Internationale Kooperation ist die zentrale Voraussetzung für die dauerhafte Gewährleistung eines hohen Sicherheitsstandards in der zivilen Luftfahrt. Durch systematische Aufsicht ist sicherzustellen, dass alle Akteure die minimalen betrieblichen Sicherheitsanforderungen erfüllen. Da die Zivilluftfahrt ein besonders exponiertes Ziel für Terroranschläge ist, sind wirksame Abwehrmassnahmen ohne Beeinträchtigung des effizienten Flugbetriebs zu ergreifen.

• Umweltverträglichkeit verbessern

Eine spürbare Reduktion der Schadstoff- und CO2-Emissionen des Luftverkehrs – z.B. durch effiziente Luftraumbewirtschaftung, Kerosinbesteuerung, Emissionszertifikathandel – setzt ein international abgestimmtes Vorgehen voraus. Eine dringende Herausforderung stellt der Fluglärm dar, der zu hohen Schadenersatzforderungen und zu politischem Widerstand gegen die Weiterentwicklung der Luftfahrt-Infrastruktur führt. Der Eindämmung des Fluglärms – z.B. durch optimierte Anflugverfahren – kommt daher grosse Bedeutung zu.

6.5 Strom

• Versorgungssicherheit gewährleisten

Aufgrund der sukzessiven Abschaltung der Kernkraftwerke nach Erreichen ihrer maximalen Nutzungsdauer und aufgrund des Auslaufens der Langfrist-Lieferverträge mit Frankreich wird in den nächsten 15 Jahren eine bilanzielle Stromversorgungslücke von bis zu einem Drittel des heutigen Landesverbrauchs erwartet. Der Umfang dieser Stromversorgungslücke kann durch Massnahmen zur Effizienzsteigerung stark beeinflusst werden. Doch selbst bei maximaler Ausnützung aller Einsparpotenziale wird die Schweiz – wenn sie die Versorgungssi-