Bericht und Vorlage
Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten
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Produktion und Absatz (2. Titel LwG)
In Ihrer Kommunikation zur GAP nach 2013 hält die Europäische Kommission fest, dass die Instrumente zur Bewältigung von Marktschwankungen in Zukunft eine wichtigere Rolle einnehmen sollen. Sie ist der Ansicht, dass ein umfassendes Management-Instrumentarium aufgewendet werden muss, um den Ertragsschwankungen und der Marktvolatilität, welche die Investmentkapazität des Agrarsektors einschränken, effizienter zu begegnen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Instrumente, die den Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt werden – von einem neuen Instrument zur Ertragsstabilisierung, das mit der Green Box der WTO kompatibel ist, bis hin zu einer stärkeren Unterstützung für Versicherungen und gemeinsame Fonds
– sollen eine Hilfeleistung bieten beim Risikomanagement in Bezug auf Produktion und Einkommen.
In der Schweiz bietet die bestehende Rechtsgrundlage diesbezüglich bereits zahlreiche Möglichkeiten. Betrachtet man diese Massnahmen aus Sicht des Risikomanagements, so setzen sie auf jeder Stufe des Sektors an, um den Hauptproblemen in Bezug auf die Instabilität der Märkte entgegenzuwirken (vgl. Tabelle 15).
Tabelle 15
Beispiele von aktuellen Instrumenten zur Stärkung der Fähigkeit von Landwirtschaftsbetrieben, den Risiken und der Volatilität zu begegnen (Risikoma-
nagement)
Ebene Problematiken Beispiele für Instrumente, die eine Lösung bieten
Landwirtschaftsbetriebe Einkommensschwankungen Direktzahlungen
unter dem Jahr (Art. 70-77 LwG)
Liquiditätsmangel Investitionskredite (Art. 105- 112 LwG)
Beschränkter Zugang zu Betriebshilfe
Krediten (Art. 78-86 LwG)
Branchen und Branchen- Anstieg der Transaktions- Selbsthilfemassnahmen verbände kosten (Art. 8 LwG)
Richtpreise
(Art. 8a LwG)
Ausdehnung von Vorschriften auf Nichtmitglieder
(Art. 9 LwG)
Agrarmärkte Zusammenbruch der Nach- Marktentlastungsmassnahmen frage (Art. 13 LwG)
Auch wenn in diesem Interventionsrahmen keine Massnahmen vorgesehen sind, die sich explizit mit dem Risikomanagement befassen – wie beispielsweise Landwirtschaftsversicherungen oder ein Vorsorgekonten-System – so hat er doch dazu beigetragen, in der Schweiz vorhersehbare Bedingungen zu wahren.
Die Agrarpolitik im Allgemeinen und das Direktzahlungssystem im Besonderen tragen dazu bei, die bäuerlichen Einkommen zu stabilisieren (Abbildung 37). Die finanzielle Stabilität der Landwirtschaftsbetriebe ist gemessen an der Bildung von