Bericht und Vorlage
Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten
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Landwirtschaftsgesetz
Abbildung 36
Kooperation in der Wertschöpfungskette als Voraussetzung für die Qualitäts-
strategie
Qualität /
Wertschöpfung
Hochpreis-
segment
Herkunft CH „cooperation“ & Zusatznutzen
Herkunft CH mit
Preisorientierung Swissness & ÖLN
„compliance“
Preisorientierung Standardqualität
(auch Import) „control“
Die Schweizerische Ernährungswirtschaft ist gefordert, selber eine Qualitätsstrategie zu definieren, welche auf entsprechenden Marktpartnerschaften basiert und diese fördert. Hier kommt dem Bund insbesondere eine moderierende Rolle zu.
2.2.1.2 Risikomanagement
2.2.1.2.1 Ausgangslage
Die Instabilität von Preisen und Einkommen ist eine globale Besorgnis in der Landwirtschaft, doch ist sie praktisch untrennbar mit der landwirtschaftlichen Tätigkeit, die den Launen der Natur ausgesetzt ist, und dem Unternehmerstatus der Landwirte verbunden. Wie in Kapitel 1.2.2.3 beschrieben, erlebten die Agrarmärkte jüngst eine Episode, die von hoher Volatilität geprägt war. Sie hat gezeigt, dass die Unsicherheit in der Landwirtschaft aufgrund der Risiken, die mit dieser Tätigkeit verbunden sind, weiter wächst (Entwicklung der Nachfrage, Lagerbestände, nationale/internationale Währungspolitik, Energiekosten, Ertragsschwankungen u. a. aufgrund der Klimabedingungen, geringe Investitionen in die Produktionskapazitäten, Spekulation an den Agrarmärkten und Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Preisen für Energie und jenen für landwirtschaftliche Erzeugnisse). Die neue wirtschaftliche Realität erfordert heute ein angemessenes Management dieser Risiken und ihrer Auswirkungen – sowohl auf Ebene der Landwirtschaftsbetriebe als auch auf Ebene der Branchen und Märkte als Ganzes.
Grundsätzlich liegt die Verantwortung, sich vor Schwankungen der Agrarpreise zu schützen, in erster Linie bei den Akteuren des Sektors. Der Staat kann den Produzenten jedoch Instrumente zur Verfügung stellen, um ihnen – direkt oder indirekt – ein besseres Management der Risiken und ihrer Auswirkungen zu ermöglichen. In Neuseeland, Australien, den USA, Kanada und der EU bestehen solche Programme bereits.