Bericht und Vorlage

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten

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Produktion und Absatz (2. Titel LwG)

Ertragssteigerungen im Anbau. Höhere Erträge sind denn auch ausschlaggebend für die Produktionsausdehnung von Weichweizen (Brot- und Futterweizen), da die Zunahme der Anbaufläche von Futterweizen die Flächenreduktion von Brotweizen nicht zu kompensieren vermochte.

Tabelle 21

Produktionsmengen von Ackerkulturen im 10-Jahresvergleich (Tonnen)

2000/02 2009 2000/02-2009 [%]

Weichweizen 521 667 537 0003

Gerste 255 500 198 100 -21 Körnermais 206 333 174 000 -16 Raps 43 684 66 40045

Zuckerrüben 1 288 852 1 719 70727

Kartoffeln 539 933 515 000 -9

Quelle: Statistische Erhebungen und Schätzungen über Landwirtschaft und Ernährung, SBV

Tabelle 22

Produktionsmengen von anderen pflanzlichen Produkten im 10-Jahres-

vergleich (Tonnen / in hl für Wein)

2000/01 2008/09 2000/01-2008/09 [%]

Äpfel und Birnen (aus Kulturen) 168 538 174 4354

Steinobst (Tafelware) 5 483 10 14885

Beeren 6 420 6 8216

Gemüse (ohne Verarbeitung) 273 129 341 49825

Rotwein 605 974 586 775 -3 Weisswein 603 848 526 767 -13

Quelle: SOV, SZG, BLW

Die Änderungen der Agrarpolitik seit 1999 haben die Wettbewerbsbedingungen im Pflanzenbau und den nachgelagerten Verarbeitungsbetrieben intensiviert. Die schrittweise Senkung der Schwellenpreise beim Futtermittel hat viel dazu beigetragen, die Viehwirtschaft wettbewerbsfähiger zu gestalten. Die Weinwirtschaft bewegt sich seit der Globalisierung der Importkontingente, die 2001 abgeschlossen wurde, in einem viel offeneren Markt. Mit der Ausrichtung des Sektors auf Qualitätswein und den Bundesbeiträgen an die Umstellung von Rebsorten konnte der Produktionswert ab 2008 wieder erhöht werden. Dank der Aufhebung der Verarbeitungsaufträge für Zuckerrüben und Ölsaaten sowie des Verwertungsauftrages für Kartoffeln im Jahr 2009 kann die Produktion besser auf die Nachfrage am Markt abgestimmt werden. Wo der Grenzschutz für die Wahrung einer wettbewerbsfähigen Inlandproduktion nicht ausreichte, wurden die Leistungsaufträge durch eine direkte Unterstützung von Produzenten in Form von Anbaubeiträgen abgelöst. Die Exportsubventionen, die der Stabilisierung der Märkte – insbesondere bei Äpfeln und Birnen – dienten, wurden Ende 2009 aufgehoben. Seit mehreren Jahren schon ist eine Anpas-