Bericht und Vorlage

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten

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Sektorale Auswirkungen

höheren Effizienz führen. Dies ist namentlich bei den Ressourceneffizienzbeiträgen oder beim Vollzug von Vernetzungsprojekten der Fall.

Mögliche EDV-Hilfsmittel sollen dort eingesetzt werden, wo dies der Vereinfachung des Datenmanagements, einer Erhöhung der Datenqualität und der Nutzung von Synergien mit weiteren EDV-unterstützten Hilfsmitteln dient. Durch eine zentrale Datenschnittstelle, auf welche die verschiedenen Akteure zugreifen können, werden Mehrfacherfassungen und jährliche Wiederholungen soweit wie möglich vermieden.

Die übrigen Änderungen können bei Bund und Kantonen im Rahmen der bestehenden Strukturen umgesetzt werden. Sie bedingen keine Anpassungen im Vollzug.

4.4 Sektorale Auswirkungen

Um die Auswirkungen auf die Landwirtschaft abschätzen zu können, hat Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) Berechnungen mit den dynamischen Optimierungsmodellen SILAS und SWISSland vorgenommen204. Als Basis für die Prognosen dienten die Jahre 2005-2007 bzw. 2008. Mit den Modellen wurden die Veränderungen auf die Tierhaltung, die Flächennutzung, die Produktion sowie die Einkommensbildung auf sektoraler und einzelbetrieblicher Ebene simuliert. Die Modelle optimieren unter vorgegebenen agrarpolitischen Rahmenbedingungen das Einkommen und berücksichtigen dabei die Wechselwirkungen zwischen den produzierten Mengen und den Marktpreisen. Es wurde analysiert, wie sich die Landwirtschaft bei der Weiterführung der bisherigen Agrarpolitik entwickelt (Referenz) und welche Veränderungen sich mit der AP 14-17 ergeben.

Die Prognosen basieren auf den in Ziffer 3.5 aufgeführten finanziellen Mitteln. Für die Produzentenpreise wurde mit Ausnahme des Brotgetreides (Senkung Brotgetreidezoll um 3 Franken pro Dezitonne) im Szenario AP 14-17 eine konstante Entwicklung unterstellt. Bei den Produktionsmitteln wird aufgrund der Teuerung von einem mittleren Anstieg der Preise um rund ein Prozent pro Jahr ausgegangen. Die Auswirkungen allfälliger Marktöffnungen im Zeitraum 2014-2017 wurden nicht berücksichtigt.

Die Ergebnisse der SILAS-Berechnungen zeigen, dass mit der AP 14-17 nach einem anfänglichen Rückgang die offene Ackerfläche wieder zunimmt. Beim Futtergetreide ist ein Produktionsanstieg von rund 10 Prozent zu verzeichnen. Bei den übrigen Ackerbauprodukten resultieren nur geringfügige Änderungen.

In der Tierhaltung ist mit der AP 14-17 ein Rückgang der gehaltenen GVE von rund 8 Prozent zu erwarten (Referenz: -4 %). Dies ist insbesondere auf den technischen Fortschritt zurückzuführen (z.B. Milchleistungssteigerungen). Während die Milchproduktion auf rund 3,6 Millionen Tonnen ansteigt, wird beim Rindfleisch ein leichter Rückgang prognostiziert (-5 %). Beim weissen Fleisch sind mit der AP 14 17 keine Veränderungen der Produktionsmengen zu erwarten.

204 Zimmermann A. et al. (2011): Die Auswirkungen eines weiterentwickelten Direktzahlungssystems, Modellberechnungen mit SILAS und SWISSLand, ART-Bericht Nr. 744, Tänikon.