Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2010/31: Sachplan geologische Tiefenlager: Etappe 1 · 126 Seiten
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Bericht über die Ergebnisse der Anhörung zu Etappe 1
sich daraus ergebenden grösseren Ansprüche an die Charakterisier- und Explorierbarkeit wird seitens der Nagra im Bericht NTB 10-018 Rechnung getragen, in dem sie für Etappe 2 diverse zusätzliche Untersuchungen zu den Effinger Schichten in Angriff genommen hat oder plant. Auch das ENSI hat in seiner Stellungnahme zum Bericht NTB 10-01 zum Kenntnisstand der Effinger Schichten zehn Forderungen gestellt (ENSI 33/1159). Damit sollen nicht nur bestehende Kenntnislücken verkleinert, sondern es soll auch die Belastbarkeit der Sicherheitsanalysen erhöht werden. Eine Kombination von Opalinuston und Effinger Schichten im Standortgebiet «Jura-Südfuss» bietet die Möglichkeiten zur Optimierung der Lagerauslegung für SMA, insbesondere die Möglichkeit, alternativ zum Opalinuston ein zweites Wirtgestein mit leicht unterschiedlichen Eigenschaften zu nutzen.
3.5.8 Stellungnahmen zu den einzelnen Standortgebieten
3.5.8.1 Stellungnahmen zum Standortgebiet «Jura Ost»
Der Kanton BL sowie die Gemeinden Gallenkirch, Linn, Oberbözberg, Unterbözberg, Zeihen, KAIB und die Gemeinde Albbruck sprechen sich gegen den Standort «Jura Ost» aus.
Für die Gemeinde Zeihen ist unverständlich, dass das Gebiet «Jura Ost» zur Auswahl steht, da das Juragebirge in Bewegung sei und dies für ein allfälliges Tiefenlager Probleme mit sich bringe.
Der Kanton AG hält fest, dass die gegenüber den in der Nordschweiz gemessenen Normalwerten stark erhöhten geothermischen Wärmeflüsse im Gebiet Bözberg – Unteres Aaretal besonders zu beachten seien. Dieser sei Folge von aufsteigenden Tiefengrundwässern, was sich auch in einer beträchtlichen Anzahl an Thermalquellen in der Region äussere. Deshalb fordert der Kanton AG, dass der Koordinationsbedarf mit den Nutzungskonflikten Thermalquellen und Tiefengeothermie in den Objektblättern «3.1 Jura Ost» und «3.3 Nördlich Lägern» ergänzt wird.
Die Gemeinde Trasadingen, die Grünen AG und die Grüne Partei Schweiz, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Greenpeace, NOE, NWA Aargau, Pro Natura Schweiz, SES, WWF AG und WWF Schweiz sowie die Bürgerinitiative Hochrhein Aktiv e. V. fordern 3D-Seismik und gezielte Bohrungen, damit die vorgeschlagenen Standorte für hochaktive Abfälle miteinander verglichen werden können.
Die Grünen Brugg und die SP Bezirk Brugg bemerken, dass der Grossraum Bözberg bzw. die Region Brugg schon überdurchschnittlich stark von Atomanlagen betroffen seien. Die Lasten der Atomtechnologie müssten unter den Nutzniessern verteilt werden, weshalb die Suche nach geeigneten Gesteinen systematisch auf die ganze Schweiz ausgedehnt und intensiviert werden müsse. Einzelpersonen weisen ausserdem darauf hin, dass das Gebiet «Jura Ost» ein wichtiges Naherholungsgebiet darstelle, in der Nähe grösserer Städte liege und bereits heute überdurchschnittlichen atomaren Risikofaktoren und dem Tunnelbau ausgesetzt sei.
Aus Sicht der Bürgerinitiative Hochrhein Aktiv e. V. ist das Standortgebiet «Jura Ost» aufgrund seiner Nähe zum Trinkwasserreservoir Rhein nicht geeignet als Standort für radioaktive Abfälle. Pro Bözberg weist darauf hin, dass das Standortgebiet «Jura Ost» im Gegensatz zu den anderen ins Evaluationsverfahren einbezogenen Gebieten in unmittelbarer Nähe zu einer erdbebengefährdeten Zone liege. Seismografischen Aspekten sei deshalb vermehrt Beachtung zu schenken.
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8 NTB 10-01 (2010): Beurteilung der geologischen Unterlagen für die provisorischen Sicherheitsanalysen in SGT Etappe 2 - Klärung der Notwendigkeit ergänzender geologischer Untersuchungen.
9 ENSI 33/115 (März 2011): Stellungnahme zu NTB 10-01«Beurteilung der geologischen Unterlagen für die provisorischen Sicherheitsanalysen in Etappe 2 SGT».