Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2011/110: Bericht über die Zukunft der 2. Säule · 176 Seiten

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4.4.1.3 Lösungsansatz B: Status quo

Die grössten Vorteile des Status quo sind vor allem auf der Strukturebene zu finden. Das globale Vorsorgeziel wird nämlich beibehalten (Deckung aller Risiken). Auch die Dreisäulenstruktur bleibt erhalten und damit auch die Vorteile der Risikodiversifikation sowohl in Bezug auf die Demografie als auch auf die Finanzierung. Wie die mit der 1. BVG-Revision eingeführten Wahlmöglichkeiten (z.B. Art. 1d und 1e BVV 2) zeigen, schliesst das aktuelle System die Ausgestaltung von Individualisierungselementen nicht aus.

Durch den Verzicht auf weitreichende Wahlmöglichkeiten kann zudem vermieden werden, dass massive Anpassungskosten anfallen, die bei umfassenden Strukturänderungen unumgänglich sind. Die Unternehmen werden auch nicht von der beruflichen Vorsorge abgespaltet und ihr Engagement für die Vorsorge wird nicht gefährdet.

Nachteile gibt es nur wenige. Freilich könnte diese Variante als zu konservativ und als strukturell starr wahrgenommen werden.

Auch wenn mehr Wettbewerb zwischen den Einrichtungen einen Anreiz zu mehr Verwaltungseffizienz und Kostensenkung bieten würde, so ist doch festzuhalten, dass der Status quo gegenüber den Modellen für eine freie Wahl der Pensionskasse relativ wenige und tragbare Nachteile hat.

Dieser Lösungsansatz stellt für die BVG-Kommission eine Option dar.