Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2011/122: Teilrevision des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) · 105 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 64Fedlex · Ergebnisbericht

EKR:

- Es sind Massnahmen notwendig, die diskriminierende Anstellungsregeln und Ein-

stellungspraxen unterbinden (inkl. Stelleninserate). Denn Menschen mit Migrationshintergrund […] haben nach Studien bereits deutlich niedrigere Chancen, dass auf ihre Bewerbung überhaupt ein Rückruf aus dem Unternehmen erfolgt.

FER:

- Notre Fédération est totalement opposée à cette disposition qui fixe des devoirs aux

employeurs, devoirs qui ne leur incombent pas mais qui relèvent des autorités.

H+ :

- Wir schlagen […] folgende Änderung vor: Die Arbeitgeber tragen zur Integration von

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und nachgezogenen Familienangehörigen bei. Sie informieren sie ihre Angestellten über geeignete Integrationsförderungsangebote.

Suissetec:

- Direkte finanzielle Zahlungen der KMU für spezielle Integrationsförderprogramme

lehnen wir strikte ab.

- Eine Beitragspflicht der Arbeitgeber zur Integration gegenüber den nachgezogenen

Familienangehörigen lehnen wir grundsätzlich ab.

- Wir schlagen folgende Formulierung vor: „Die Arbeitgeber tragen im Rahmen ihrer

Möglichkeiten zur Integration von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei. Sie informieren sie über geeignete Integrationsförderangebote.“

SBLV:

- Die Mitwirkung von Arbeitgebern muss angemessen sein. Wir geben zu bedenken,

dass für Personen mit kurzer Aufenthaltsdauer eine sprachliche Integration oft sehr schwierig ist. Ausländische Arbeitskräfte, die in niederschwelligen Berufen arbeiten, haben wegen tiefer Schulbildung und mangelndem Interesse oft Schwierigkeiten die Landessprache zu erlernen. Dadurch wird eine Integration nur beschränkt möglich. Wir wünschen in diesem Bereich, dass die Arbeitgeber nicht verpflichtet werden können, besondere Anstrengungen unternehmen zu müssen.

SP-F:

- Arbeitgebende sollen einen substantiellen Beitrag zur Integration leisten, sie profi-

tieren am meisten davon.