Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2011/53: Änderung der Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) · 6 Seiten
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Tabelle: Entwicklung der Kostenindizes der Breitbanddienste (100 = 2001)
Jahre Kosten mittlerer Nutzungsbe- Kosten mittlerer Nutzungsbe-
darf, reale Preise darf, Standardisierung für 1 Mbit/s
2001 100.0 100.0
2002 87.1 74.2
2003 87.3 73.0
2004 60.8 21.9
2005 60.8 18.5
2006 60.9 10.3
2007 61.2 4.3
2008 58.9 2.2
2009 55.7 1.9
2010 55.7 1.8
Die Zahlen wurden auf der Grundlage des Dokuments «BAKOM, Kosten der Breitbanddienste (DSL und Kabelmodem): Vergleich und Entwicklung, Resultate (2009-2010), Biel, Dezember 2010» berechnet. Siehe frühere Ausgaben für nähere Angaben zur gewählten Methode.
Seit 2006 und dem Beschluss zur Berücksichtigung eines Breitbandanschlusses und einer entsprechenden Preisobergrenze in der Grundversorgung sanken die realen monatlichen Kosten für einen Nutzer mit mittlerem Bedarf insgesamt um 8,5%. Noch 2007 nahmen die realen Kosten weiter zu, aber bereits ein Jahr später war eine leichte Abnahme (3,8%) zu verzeichnen, hauptsächlich zurückzuführen auf die ersten auf der Entbündelung der letzten Meile beruhenden Angebote. 2009 verstärkte sich der Preisrückgang (5,4%), was sich sowohl mit diesen Angeboten als auch mit der angewandten Methode (siehe vorangehende Seite) erklären lässt. Zwischen 2009 und 2010 blieben die Preise stabil.
Der zweite Index zeigt, dass die den Nutzerinnen und Nutzern angebotenen Übertragungsraten in den letzten Jahren stetig gestiegen sind. Der Index der standardisierten Kosten fiel seit 2001 markant um 98,2%. 2004 war hierbei ein Jahr, während dem sich die bereitgestellten Übertragungsraten sprunghaft erhöhten. Der Wettbewerb auf dem Breitbandmarkt verlagerte sich in diesem Jahr von Preissenkungen auf die angebotenen Übertragungsraten. Damit wurde der Grundstein gelegt für den zunehmenden Konsum von bandbreitenintensiven Diensten und Anwendungen. Seit 2006 setzt sich der Trend fort, und der Index sank um 8,5 Punkte von 10,3 auf 1,8.
Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass von 2001 bis 2002 die Kosten für einen Nutzer mit mittlerem Bedarf sanken und der Wettbewerb zwischen den Anbieterinnen hauptsächlich auf der Preisebene spielte. Von 2003 bis 2004 trat eine Kombination aus Preissenkung und Heraufsetzung der durchschnittlichen Übertragungsrate auf. Von 2005 bis 2008 kam der Wettbewerb zwischen den Anbieterinnen hauptsächlich in einer Erhöhung der angebotenen Übertragungsraten zum Ausdruck. Aus der durchgeführten Analyse lässt sich ableiten, dass der «Preis» eines so genannten Standardangebots seit 2006 gesunken ist, wenngleich aufgrund des weiter oben erwähnten Methodeneffekts in einem insgesamt bescheidenen Ausmass.
3/6 Änderung FDV – Erläuternder Bericht