Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten

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2.3 Bedeutung der Biodiversität für die Gesellschaft

Kein VT lehnt die Ausführungen zu diesem Kapitel ab, FSU und SVU stimmen vorbehaltslos zu. PG, SVS und SSV sind der Ansicht, dass die wichtigen Ökosystemleistungen der Biodiversität gut dargestellt werden. SCNAT weist darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen Biodiversität und Ökosystemleistungen erst für einzelne Ökosysteme eingehender untersucht worden ist. Ens, SBLV und SBV betonen, dass die Biodiversität und die Ökosystemleistungen auch die Lebensgrundlage für den Menschen darstellen.

Bot, FFU, KG, PG, PR, SSV und SVS weisen darauf hin, dass nicht alleine auf die Bedeutung der Ökosystemleistungen oder den klassischen konservierenden Ansatz des Naturschutzes abgestützt werden soll. Vielmehr sollen Elemente wie Eigenwert der Natur, die ethisch-moralische Verantwortung des Menschen gegenüber der Biodiversität, wissenschaftliche und historisch-kulturelle Verantwortung des Menschen für die Biodiversität, die Bedeutung der Biodiversität als Absicherung gegenüber zukünftigen Umweltveränderungen und die Erhaltung von zukünftigen Nutzungsoptionen Erwähnung finden. FFU streicht zudem heraus, dass die Biodiversität auch einen ästhetischen, kulturellen und spirituellen Wert für den Menschen hat.

LDK und TG streichen heraus, dass bereits heute erhebliche Mittel in die Erhaltung der Biodiversität fliessen. SBLV betont, dass der Bezug von Ökosystemleistungen im Hinblick auf Energie, Schutz, Erhaltung und Unterhalt einen Preis hat.

3. Kapitel: Biodiversität im internationalen Kontext

aefu, GPS, Gre, PN, PUSCH, SVS, SVU, VKMB und WWF begrüssen das Kapitel 3. PR würde es befürworten, wenn der Alpenraum und die traditionellen Kulturlandschaften in diesem Kapitel verstärkt vertreten wären, um in der SBS die Eigenheiten der Schweiz zu unterstreichen.

3.1 Globaler Zustand der Biodiversität

oeku wünscht, dass in diesem Kapitel die durch den Menschen indirekt verursachten Faktoren (Klimawandel, Stoffeinträge aus der Luft oder aus der Biozidanwendung und Düngung), welche die Abnahme und unerwünschte Veränderung der Biodiversität entscheidend beeinflussen, klarer hervorgehoben werden.

Auch SSV stellt fest, dass das Thema Klimaveränderung zwar mehrfach erwähnt wird, die direkten und indirekten Zusammenhänge mit der Erhaltung der Biodiversität jedoch nicht soweit bekannt aufgezeigt werden.

Gemäss PR müssen Eigentumsrechte – sofern diese für Innovationen notwendig sind – so ausgestaltet sein, dass sie die Weiterentwicklung und Förderung der Biodiversität in keiner Weise behindern.

3.2 Internationale Übereinkommen

Gemäss ZG sollte die SBS darlegen, welche übergeordneten Ziele die Schweiz zugunsten der Biodiversität in einer globalen, europäischen Sicht erfüllen muss. Als Beispiele seien der Alpenraum, Wasser/Gewässer sowie Nutztier- und Nutzpflanzenrassen genannt.

FR weist darauf hin, dass die internationale Vereinbarung für den Bund keine rechtliche Grundlage darstellt, den Kantonen bestimmte Massnahmen und Aufgaben vorzuschreiben. Nur in manchen Fällen sei es sinnvoll, ausserhalb der Schweizer Grenzen zu agieren.