Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten
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4. Erhaltung der genetischen Vielfalt
Für die Zielformulierung wird vor allem von den Umweltorganisationen und der GP gefordert, dass die genetische Verarmung «gestoppt» und nicht nur «gebremst» wird. Zur Erhaltung der genetischen Vielfalt wird festgehalten, dass eine klarere Trennung zwischen Kultur- und Wildarten gemacht werden sollte.
5. Überprüfung von finanziellen Anreizen
Dieses Ziel findet grundsätzlich grossen Anklang. Oft wird gewünscht, dass das Ziel radikaler formuliert werden soll, d.h., negative Auswirkungen von finanziellen Anreizen sollen in «jedem Fall» und nicht «wenn möglich» vermieden werden.
6. Erfassung von Ökosystemleistungen
Auch die Idee der Erfassung von Ökosystemleistungen stösst auf breite Zustimmung, obgleich gewisse Bedenken vorliegen, dass der Aufwand den Ertrag übersteigen könnte. Vor allem aus Umweltkreisen und von der Kleinbauernvereinigung VKMB wird angemerkt, dass der Zusammenhang zwischen der Erfassung der Ökosystemleistungen und dem Wert der Biodiversität klarer dargestellt und bei allen nationalen, kantonalen und lokalen Entscheiden berücksichtigt werden müsse, ganz besonders bei Planungen, Erlassen, Gesetzen und Finanzentscheiden.
7. Generierung und Verteilung von Wissen
Grundsätzlich herrscht sehr grosse Einigkeit zur Notwendigkeit dieses Zieles. Für die Zielformulierung werden alternative Vorschläge gemacht: Das Ziel soll verbindlicher formuliert werden, im Sinne der Erwartung, dass das neu erworbene Wissen bei Entscheidungen auch effektiv berücksichtigt wird und nicht nur die Möglichkeit zur Berücksichtigung lässt. Weitere Differenzen liegen in der Gewichtung der einzelnen Handlungsfelder. Einige sehen mit der Zielformulierung die Bürgerinnen und Bürger nicht angesprochen.
8. Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum
Diese Zielsetzung wird sehr begrüsst. Es wird aber auch gesagt, dass nicht der Anschein entstehen darf, dass die Biodiversität im Siedlungsraum die Biodiversität im Offenland ersetzen kann. Zudem wird die Forderung nach Freiflächen im Siedlungsraum als potenzielle Gefährdung der verdichteten Bauweise angesehen. Generell wird angemerkt, dass raumplanerische Probleme und entsprechende Lösungsansätze, insbesondere das Thema Zersiedelung und damit auch das Thema Kulturlandverlust zu wenig behandelt werden.
9. Verstärkung des internationalen Engagements
Eine Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden unterstützt eine Verstärkung des internationalen Engagements der Schweiz. Eine Minderheit schlägt vor, dass die Schweiz ihre internationale Verantwortung einzig darin sehen sollte, die Biodiversität im Ausland nicht durch Handel und Konsum der Schweiz zu gefährden.
10. Überwachung von Veränderungen der Biodiversität
Die Notwendigkeit von Überwachungssystemen wird nicht in Frage gestellt. Hingegen wird betont, dass dafür nicht mehr Aufwand betrieben, sondern in erster Linie die heutigen Überwachungssysteme besser koordiniert werden sollten. Wichtig erscheint dabei, dass die Resultate der Überwachung öffentlich zugänglich sein sollten.