Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten

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BS, EKL, EVP, Cer, LU, OW, Prom und Vog wünschen Ausführungen zu Stickstoffeinträgen in Lebensräume. Gemäss IP sind die Ansätze für die Ammoniakreduktion primär bei technischen Massnahmen zu suchen. aefu, GPS, SVS, VKMB und WWF betonen, dass für Stickstoff N und Phosphor P in der Landwirtschaft Zielwerte gemäss den Umweltzielen Landwirtschaft nötig sind. Gemäss FiBL sind die zentralen Probleme der allgemeine Stickstoffeintrag (Eutrophierung, Verdrängung konkurrenzschwacher Arten), der Pestizideintrag und die Anbauintensität.

LBO äussert, dass die Biodiversitätsförderung und die Produktion von Lebensmitteln nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. CVP betont, dass mit den neuen Massnahmen die Selbstversorgung nicht gefährdet werden darf.

KG begrüsst speziell, dass ein integraler Ansatz verfolgt wird, der die nachhaltige Nahrungsmittelproduktion und die Biodiversitätsförderung im Rahmen von ökologischen Ausgleichsmassnahmen verbindet. Bei der Festlegung der Ziele müssen die lokalen Standortbedingungen, die Produktionspotenziale und die Produktionsmethoden mitberücksichtigt werden. KG fordert die explizite Förderung der biologischen Produktion sowie die Beratung und Ausbildung als Schwerpunkte in der Umsetzung.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen gemäss SVS die noch verbliebenen artenreichen Wiesen und Weiden im Berggebiet, die sehr stark unter Druck sind. Hier sind zusätzliche Anreize nötig, um langfristig eine adäquate Nutzung/Pflege zu garantieren.

Eine Umverteilung der Beitrage, z. B. von den allgemeinen Direktzahlungen zu den Biodiversitätsbeiträgen, lehnt TG ab. Gemäss Kf ist sicherzustellen, dass künftig der Artenreichtum anderer Länder nicht durch Futtermittelexporte in die Schweiz gefährdet wird. Smel fordert den Abgleich der SBS mit den agrarpolitischen Strategien. Gemäss Karch ist die Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushalts im Landwirtschaftsareal zu fördern. AG weist auf die notwendige Beratung der Landwirtschaftsbetriebe bei der Umsetzung hin.

Gemäss SWISSAID soll die nachhaltige Nutzung der genetischen Ressourcen in der Landwirtschaft - wie in Artikel 6 des FAO Plant Treaty (ITPGRFA) festgeschrieben – in der Schweizer Landwirtschaftspolitik verankert werden. EVP schlägt eine Besteuerung von Mineraldüngern vor und plädiert für eine Verlängerung des bestehenden GVO-Moratoriums oder dessen Umwandlung in ein definitives Verbot.

7.1.3 Jagd und Fischerei

SP zweifelt an der Nachhaltigkeit von Jagd und Fischerei und schlägt eine entsprechende Prüfung und eventuell Anpassungen vor. AN lehnt zusätzliche Vorschriften in den Bereichen Fischerei und Jagd ab. SSV unterstreicht, dass Prävention nicht der zentrale Pfeiler sei, sondern als Teil des Dreigespanns Artenschutz, Prävention, Bestandesregulierung betrachtet werden müsse.

VTP vermutet, dass die heutige Gesetzgebung für den Schutz des Wildes ausreichend ist, und schlägt vor, sorgfältig zu prüfen, ob eine Verschärfung der Bestimmungen wirklich notwendig sei. HN äussert, dass es ein Bundesgesetz brauche, welches ausnahmslos die Jagd auf geschützte Arten verbietet. HN betont, dass der Entwurf zur Revision der Jagdverordnung kein nachhaltiges Wildtiermanagement sei, der Strategie Biodiversität Schweiz widerspreche und zurückgezogen werden müsse.

SSV hält fest, dass Städte und Agglomerationen in die überregionale Planung von Wildräumen einzubeziehen seien.

ETH sagt ja zu Ausscheidung, Vernetzung und Sicherung von zusätzlichen Wildtierruhezonen, Prom spricht sich dagegen aus. aefu, GP, SVS, VKMB und WWF weisen darauf hin, dass immer der Fachausdruck «Wildtierruhezone» verwendet werden soll. aefu, Gre, PN, SVS und WWF stellen fest, dass der Schutz der Lebensräume und der Ausbau von spezifischen Artenförderungsprogrammen für Vögel und Säugetiere fehlen.