Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten
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7.1.5 Verkehr
Alp, GP, KG, PN, SL, SSV, SVS, SVU, Vg, VKMB und WWF betonen, dass nicht nur die Reduktion der Trennwirkung wichtig sei, sondern vor allem eine umfassende Verhinderung neuer Trennwirkungen. ETH ist der Ansicht, dass neue Verkehrsinfrastrukturen, welche durch schützenswerte Lebensräume führen, mithilfe eines nationalen Kriterienkatalogs verboten oder mehrfach flächendeckend kompensiert werden müssten. SSF ist der Meinung, dass die Durchlässigkeit der Landschaft für tierische und pflanzliche Organismen bei allen Verkehrsbauten gewährleistet bleiben bzw. bei bestehenden unverzüglich wiederhergestellt werden muss. KG, SSV und Vog verlangen, dass bestehende, zu sanierende und neue Infrastrukturen besser in die Landschaft integriert werden. eq äussert, dass die negativen Effekte auf Biodiversität welche durch Zerschneidung entstehen, zu wenig dargestellt seien.
PUSCH und VTP unterstützen die Sicherung von Wildtierpassagen und -korridoren in Richt- und Nutzungsplänen. CVP hält fest, dass Wildtierpassagen nicht den Ausbau des Verkehrsnetzes durch zu hohe Kosten gefährden dürfen. CHA und CP sind der Ansicht, dass es eine Abwägung zwischen Wildtierbrücken und -passagen und der zeitgerechten Fertigstellung von Verkehrsinfrastrukturen brauche. GP, JS, SVS, VKMB und WWF möchten, dass der Bau von Wildtierbrücken zügig erfolgt. AV hält die Schaffung von Wildtierkorridoren für nicht zielführend und verlangt den Rückbau von Verkehrsinfrastrukturen.
Wan ergänzt, dass Wanderwegnetze bei Leitsystemen für Fauna ebenfalls zu berücksichtigen seien. SBLV ergänzt, dass auch Waldwirtschaft und Siedlungsbau dabei zu berücksichtigen seien.
Karch, KG, SSV und Vog begrüssen eine naturnahe Pflege der Verkehrsinfrastrukturböschungen. CHA, CP und Ens unterstützen die Aussage, dass mit geeigneter Böschungspflege die Biodiversität gefördert werden kann und damit Verkehrsachsen zur Vernetzung beitragen können.
PUSCH und VTP sind der Ansicht, dass die vorhandenen raumplanerischen Instrumente ausreichen. Prom sagt, dass es nicht sein dürfe, dass die Landwirtschaft zweimal für die gleichen Infrastrukturbauten Land zur Verfügung stellen müsse, das erste Mal für die Bauten selbst, das zweite Mal als Ersatz für den Lebensraum, der für die Infrastrukturbauten gebraucht wurde.
Vorschläge für zusätzliche Handlungsfelder: VTP sieht den Bund in den Bereichen Eisenbahnanlagen, Nationalstrassen und Einrichtungen für den Luftverkehr gefordert. SBB betont, dass Strasse und Schiene getrennt betrachtet werden müssen. SCNAT und SVS stellen fest, dass das Thema Freileitungen (Strom) fehlt. ETH, KG, SSV und Vog verlangen eine Ergänzung zum Thema Reduktion von Schadstoffen, ETH auch zum Thema Lärmemissionen.
7.1.6 Erneuerbare Energien
Karch begrüsst den grossräumigen (kantonsübergreifenden) Ansatz. SAB ist mit dem Kapitel ebenfalls einverstanden, weist aber darauf hin, dass eine Energiewende, verbunden mit einem Ausstieg aus der Kernenergie, den Bau zahlreicher neuer Produktionsanlagen für erneuerbare Energien nötig macht. Das Ziel der Versorgungssicherheit ist ihres Erachtens höher zu gewichten als die Erhaltung der Biodiversität. CVP ist mit der Stossrichtung einverstanden, möchte aber zusätzliche administrative Hindernisse für erneuerbare Energien verhindern.
sgb befürwortet die dezentrale Stromproduktion mit erneuerbarer Solar-, Wind- und Biomasseenergie sowie die Wasserkraft. Hier müssen aber allfällige Zielkonflikte zugunsten der Biodiversität gelöst werden.
Die Erhaltung der Biodiversität ist gemäss AI auch im Rahmen der Energieversorgungssicherheit und der Infrastrukturen und im Konflikt zwischen Schutz und Nutzen, zu beurteilen. Es wird eine umfassende Interessenabwägung gefordert. Gemäss AG, CHA, CP, EnDK, SG und UFS müssen in der Strategie die Zielkonflikte und Interessenabwägungen zwischen Biodiversitätsförderung und Nutzung