Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten
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KG und SSV vermissen einen Hinweis zum Ausbringen von nicht regional angepasstem Saatgut für Begrünungen im Siedlungsraum.
BIO beantragt, die derzeitigen Genpools der wesentlichen Nutztierrassen in geeigneter Form zu konservieren.
Gemäss SAVE sollte auch der Erhaltung des traditionellen Wissens durch die Förderung geeigneter Projekte Rechnung getragen werden.
7.5 Überprüfung von finanziellen Anreizen
aefu, GPS, Gre, SL, SVS, VKMB und WWF erachten eine «wenn möglich»-Formulierung als nicht akzeptabel. Ihrer Ansicht nach ist das Ziel gemäss dem Aichi-Ziel 3 entsprechend schärfer zu formulieren.
BE, GE, KBNL und SVS erwarten, dass die negativen finanziellen Anreize bereits bis 2015 aufgezeigt werden. KG und SSV fordern, dass die Schaffung neuer finanzieller Anreize im Zusammenhang mit der Erhaltung und der Förderung der Biodiversität finanziell gefördert wird . BL erwartet, dass die Auswirkungen der negativen finanziellen Anreize und Mechanismen auf die biologische Vielfalt bereits früher als 2020 beseitigt werden.
Laut BS, Cer und EKL soll explizit darauf hingewiesen werden, dass einem Kernelement des neuen Direktzahlungssystems – der Umlagerung der tiergebundenen Beiträge – im Rahmen der Bemühungen zur Erhaltung der Biodiversität sehr hohe Bedeutung zukommt.
AI beantragt, dass finanzielle Steuermechanismen zur Erhaltung und Förderung der natürlichen Vielfalt verstärkt in die SBS Eingang finden und im Rahmen der vorgesehenen Aktionspläne für die Umsetzung ausgearbeitet werden.
PN wünscht, dass alle Finanzentscheide und Erlasse auf ihre Auswirkungen auf die Biodiversität hin überprüft werden.
Für ETH muss bereits im Rahmen der Strategie erläutert werden, aus welchen Mitteln die Anreize finanziert werden sollen.
HN wünscht klar definierte, zwingende Massnahmen, damit die Ökosysteme nicht durch private Interessen zerstört werden.
7.6 Erfassung von Ökosystemleistungen
aefu, GPS, Pusch, SVS, VKMB und WWF sind der Ansicht, dass der Wert der Biodiversität bei allen nationalen, kantonalen und lokalen Entscheiden berücksichtigt werden muss, ganz besonders bei Planungen, Erlassen, Gesetzen und Finanzentscheiden. Der Katalog mit den 23 Ökosystemleistungen im zitierten Bericht wird allerdings als unverhältnismässig angesehen und muss revidiert werden. Dieser Ansicht sind auch Gre und PN.
BL, KBNL, SVS, VKMB und WWF wünschen, dass der Wert der Biodiversität bzw. der untersuchten Ökosystemleistungen noch deutlicher dargestellt werden.
GE wünscht, dass die Verbindung zwischen der Biodiversität und den Ökosystemleistungen sowie deren Wert für den Menschen noch klarer dargestellt werden.
Svg erachtet eine Erfassung der Ökosystemleistungen als nützlich, wenn daraus nicht ein Enteignungsanspruch für die Öffentlichkeit abgeleitet werde. Hier sei zuerst umfassende und absolute Rechtssicherheit für das Eigentum zu schaffen.
Aus Sicht von TCS ist der Produktionswert des Ökosysteme nicht quantifizierbar oder messbar und das BIP nicht kompatibel mit Elementen der nachhaltigen Entwicklung oder der Ökologie.