Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten

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SZ, TG und VS halten das Instrument des Sachplans als ungeeignet und lehnen ihn deshalb ebenfalls ab.

BPUK weist auf viele offene Fragen bezüglich der Schaffung einer ökologischen Infrastruktur hin und erachtet den Sachplan als ungeeignet und rechtlich nicht haltbar. Der Sachplan Biodiversität wird deshalb abgelehnt. Auch OW lehnt einen Sachplan Biodiversität ab, denn er ist ein Instrument für die Koordination von Bundesaufgaben. Biodiversität ist jedoch weitgehend eine Verbundaufgabe von Bund und Kantonen. GR, FoDK, JDK und SAV lehnen den Sachplan Biodiversität ebenfalls ab.

AG, EHNK, JU, SCNAT und ZG verlangen, die Flächenberechnung im Anhang 3 zu überprüfen. Auch GPS, SVS, VKMB und WWF kritisieren die Berechnung der Flächen, insbesondere in Bezug auf den «Switzerland’s Fourth National Report under the Convention of Biological Diversity 2010». Es ist mit klaren Kriterien nachvollziehbar darzustellen, welche Gebiete angerechnet werden und welche nicht. Im Weiteren sind gemäss GPS, KG, SSV, SVS, VKMB und WWF die Überschneidungen der verschiedenen Schutzgebietskategorien, die zu einem zu hohen Wert des Anteils an der Landesfläche führen, rasch zu eliminieren. SSV verlangt klare Zielvorgaben für langfristig gesicherte Schutzgebiete und ergänzende Vernetzungsgebiete.

LU und UR bemängeln die Berechnung der Schutzflächen in Anhang 3 ebenfalls und weisen darauf hin, dass neben den eigentlichen Schutzgebieten auch naturnahe Waldflächen, ökologische Ausgleichsflächen in der Landwirtschaft, naturnahe Gewässerbereiche, wertvolle Flächen in Naturpärken oder naturnahe Flächen im Siedlungsraum dazugehören sollten. Auch fehlt ihres Erachtens die Differenzierung nach den unterschiedlichen Grossregionen (Mittelland, Alpen usw.).

Smel ist der Meinung, dass die Schweiz das Aichi-Ziel 17 in quantitativer Hinsicht erfülle. Diese Erkenntnis zwinge zu einer Neuausrichtung der SBS, weg von der Fläche zu mehr Qualität oder zu anderen Aichi-Zielen. Mit der Ausscheidung der Gewässerräume entsteht eine flächendeckende, grossräumige ökologische Vernetzung. Diese soll gemäss Smel als Rückgrat der «ökologischen Infrastruktur» verwendet werden. Auch Prom ist der Meinung, dass bereits genügend Schutzgebiete existieren und ist gegen eine Ausdehnung der Schutzgebietsflächen. JULA, LBV und SBV sind gegen eine Ausdehnung der Schutzgebiete auf Landwirtschaftsflächen und fordern die Anrechnung der ökologischen Ausgleichsflächen zu den 17 % Schutzgebieten.

Gemäss SAV und SBLV erfüllen die nach ÖQV genutzten Flächen die Kriterien eines Schutzgebiets, während BE, GPS, Gre, SP, SVU und WWF diese Meinung nicht teilen, da ÖQV-Flächen nicht langfristig gesichert sind. Auch bei den Wasser- und Zugvogelreservaten kann gemäss diesen VT nur ein kleiner Teil als echte Schutzgebiete angerechnet werden.

AA beantragt, dass sich Flächen der «ökologischen Infrastruktur von Schutz- und Vernetzungsgebieten» nicht nur auf die ländlichen Räume bzw. landwirtschaftlichen Kulturlandschaften und den Wald ausdehnen, sondern verstärkt auch überbaute Gebiete miteinbezogen werden. Gemäss SSV ist die Vernetzungsfunktion von Siedlungsgebieten im Text zu ergänzen. SL möchte auch die Kulturlandschaften als wichtige Orte der Biodiversitätsförderung erwähnt haben.

Gemäss Pärke können Kernzonen der Nationalpärke angerechnet werden, regionale Naturpärke hingegen nicht. Pärke weist ebenfalls darauf hin, dass die Ausweisung von Pärken noch keine Garantie für Erfolge bezüglich Biodiversität ist. Dazu sind grosse gesellschaftliche, politische und finanzielle Anstrengungen nötig.

Eco kritisiert, dass Angaben darüber fehlen, wo die vorgesehenen Schutz- und Vernetzungsgebiete zu liegen kommen und welche Sektoren der Volkswirtschaft die geforderten Räume zur Verfügung stellen sollen.